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Offener Brief an ROMPC®-Kollegen in Baden-Württemberg zum Amoklauf von Winnenden
Liebe ROMPC®-Kolleginnen und -Kollegen in Baden-Württemberg,
wir haben soeben die Nachrichten von den schrecklichen Ereignissen des Amoklaufs an der Albertville-Realschule in Winnenden und in Wendlingen vernommen. Als Traumatherapeuten und -Berater können wir uns annähernd vorstellen, welche Auswirkungen diese Tat auf alle Beteiligten – auf Schüler, Lehrer, Hilfskräfte, Familienangehörige, Trauernde etc. hat und noch lange haben wird. Das ganze Ausmaß der Traumatisierungen kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt gar nicht ermessen werden. Weil sich die posttraumatischen Belastungsreaktionen häufig erst zeitverzögert einstellen. Weil bei den Betroffenen häufig zuerst der Zustand der Erstarrung oder des Abgeschnitten-Seins von Gefühlen im Vordergrund steht. Erst wenn sich dieser Zustand auflöst - und die Betreffenden zur Ruhe kommen - werden psychosomatische Reaktionen wie Schlafstörungen, vegetative Instabilität, Ängste, Hilflosigkeit, Schuldgefühle, Selbstwertkrisen, Beziehungsstörungen und vieles mehr sichtbar. Bereits heute ist es allerdings wichtig, den Primär- und Sekundär-Betroffenen professionelle Gesprächs- und Hilfsbereitschaft zu signalisieren. Wir nehmen an, dass auf Euch in den nächsten Wochen große Herausforderungen zukommen werden, denen wir uns als ROMPC®ler nicht verschließen sollten.
Wir bieten Euch hierbei auf jeden Fall alle uns mögliche Unterstützung an.
Kassel, am 11. März 2009
gez.
Martina Erfurt-Weil ROMPC®-Therapeutin und -Ausbilderin martina.erfurt-weil@rompc.de
Thomas Weil ROMPC®-Therapeut und –Ausbilder thomas.weil@rompc.de
Der Brief als Download hier
www.rompc-institut.de
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