Durch traumtisierende Erfahrungen und unkontrollierbaren Stress und eine Überflutung mit Adrenalin und Cortisolen geraten die Datenverarbeitungsprozesse im limbischen System unseres Gehirns ins Stocken. Unsere Konzentrations- und Merkfähigkeit lässt nach. Wir haben Mühe auf unsere inneren Ressourcen erfolgreich zugreifen zu können. Die Fähigkeit, uns von belastenden Erfahrungen unserer Vergangenheit zu distanzieren, nimmt ab. Wir befinden uns in einem offensichtlichen oder latenten Alarmzustand. Manchmal genügen dann winzige Anlässe – ein Reizwort oder eine unscheinbare Erinnerung an Verletzungen längst vergangener Tage – um all das wieder hervor zu bringen, was uns seinerzeit quälte und um uns in jenen unerträglichen emotionalen Zustand zurück zu katapultieren, dem wir glaubten entronnen zu sein.
Die "Entkoppelungstechniken" des ROMPC® sind dazu geeignet, die gegenwärtige Attraktion an historische Belastungen oder Traumata zu entkoppeln und diesen einen Platz in der Geschichte des betreffenden Individuums zuzuweisen. Der Klient erlebt die unmittelbare emotionale Entlastung und erlangt die Fähigkeit, sich von dem belastenden Material zu distanzieren.
Hierbei kommt den sog "meridian techniques", das heißt dem Klopfen auf Akupunkturpunkte eine besondere Bedeutung zu. Daneben haben in den letzten Jahren weitere "expressive" Entkoppelungstechniken an Bedeutung gewonnen. Hierzu gehören angeleitete Augenbewegungen, induziertes Blinzeln, atemtherapeutische Techniken und weitere spezifische körpertherapeutische Interventionen. Alle ROMPC®-Entkoppelungstechniken sind rhythmischer Natur und folgen dem Prinzip "Einschalten und Stören". Das heißt: Während der Stressor vergegenwärtigt wird, leiten rhythmische Störimpulse die Entkoppelung der sog. "Attraktion an das Trauma" ein. Durch die rhythmischen Interventionen kommt es im hirnnahen Stoffwechsel zu einer vermehrten Ausschüttung von Oxytocin, das als "Gegenspieler" des Adrenalin und Cortisol blockadelösend innerhalb des limbischen Systems wirkt.
