Selbstwirksamkeit und Performance

Die innere Haltung entscheidet

Klopfakupunktur und ROMPC®

Fragen und Antworten

Frage:
"Wodurch unterscheidet sich die ROMPC®-Methode von anderen Klopfakupunktur-Verfahren?"
Brigitte Homburg-Dammeyer

Antwort:
Hallo Brigitte,
ROMPC® nutzt zwar wie andere Verfahren die sog. "meridian techniques" auch. Somit ist die "Klopfakupunktur" ein unverzichtbarer Bestandteil des ROMPC® – vor allem dann, wenn es darum geht, innere – das heißt: limbische – Blockaden zu lösen.
Daneben werden bei der ROMPC®-Behandlung allerdings auch andere sog. "Entkoppelungstechniken" genutzt, um diese Blockaden zu lösen. Jüngere medizinische und neurobiologische Untersuchungen haben gezeigt, dass für die Blockade-lösenden und Stress-reduzierenden Effekte des Klopfens nicht primär die Merdian-Stimulation, sondern die Rhythmus-bedingte Ausschüttung des Neurotransmitters "Oxytocin" im limbischen System verantwortlich ist (Mooberg). Oxytocin bewirkt einen Rückgang von Adrenalin und Cortisol und führt auf diesem Wege zum Stress-Abbau. Somit greift das Erklärungsmodell der Klopfakupunktur zu kurz, wenn hier der Meridian-Stimulation die entscheidende Rolle beim Lösen der genannten Blockaden zugeschrieben wird. Das Meridian-Konzept tritt ergänzend hinzu, wenn wir im Rahmen des ROMPC® durch rhythmische Interventionen entkoppeln.
Wenn Rhythmus befreit, dann kann die Einbeziehung weiterer rhythmischer Techniken ebenfalls den gewünschten Behandlungserfolg erzielen. Deshalb werden innerhalb des ROMPC® neben der Klopfakupunktur weitere rhytmische Behandlungstechniken mit einbezogen. Dazu gehören u.a.: atemtherapeutische Interventionen, induzierte Augenbewegungen (ähnlich dem EMDR), induziertes Blinzeln und Übungen, die aus der Körpertherapie bekannt sind.
Über das Lösen der limbischen Blockaden hinausgehend kommt im ROMPC® jedoch der Wirkmechanismus "Beziehung" in Betracht:
"Wir sind durch Beziehung krank geworden. Also werden wir nur durch Beziehung wieder gesund." Unter diesem Leitmotiv fragen ROMPC®-Therapeuten nach der “unerhörten Geschichte” und den verletzten “Beziehungsbedürfnissen” ihrer Klienten.
ROMPC®-Therapeuten sind darum bemüht, durch korrektive – das heißt: heilsame – Beziehungsangebote, die Beziehung zum Klienten ‘antithetisch’ zu gestalten. Gerade der modellbildende Charakter der Therapeut-Klient-Beziehung bietet die Chance für Entwicklungs- und Nachreifungsprozesse. Das war den alten Bindungstheoretiker wie Winnicott und Bowlby schon seit langem bekannt. Interessant ist allerdings, dass deren Erfahrungen durch die noch jungen Erkenntnisse der Neurobiologie nun auch naturwissenschaftlich bestätigt werden (das menschliche Gehirn als "soziales Konstrukt" – Hüther).
Mitunter sind bei der Bewältigung seiner Probleme die Ressourcen des Klienten nicht nur geblockt, sondern überhaupt nicht vorhanden. In diesem Fall kommt es darauf an, dass der ROMPC®-Therapeut bei der Erarbeitung von Lösungsalternativen und dem Ressourcen-Aufbau behilflich ist. Hier sind sowohl pädagogische als auch verhaltenstherapeutische Methoden wirksame Instrumente im Rahmen der ROMPC®-Therapie.
Mit seinen drei Wirkfaktoren "Heilsame Beziehungsangebote", "Entkoppeln von limbischen Blockaden" und "Entwicklung von Handlungsalternativen" ist ROMPC® mehr als eine Variante der Klopfakupunktur: ROMPC® ist ein integratives, beziehungsorientiertes und neuro-psychotherapeutisches Verfahren, das die beiden Hirnsysteme "limbisches Sydstem" und "Frontalhirn" gleichermaßen therapeutisch adressiert.
Weitere Informationen findest du hier

Thomas Weil