Selbstwirksamkeit und Performance

Die innere Haltung entscheidet

Anhaltende Wirkung von ROMPC®?

Fragen und Antworten

Frage:
“Wie lange hält die Wirkung von ROMPC® eigentlich an?”

Markus Herzog

Antworten:
Lieber Herr Herzog,
unkontrollierbarer Stress erzeugt Datenspeicher- und Datenzugriffsstörungen im limbischen System: Wir können uns nicht mehr richtig auf das konzentrieren, womit wir uns gerade beschäftigen. Und wir können auch nicht mehr vollumfänglich auf die Ressourcen zugreifen, über die wir eigentlich verfügen. Die genannten Störungen behindern den Datentransport im Gehirn. Das führt auch dazu, dass belastende Erfahrungen nicht mehr angemessen verarbeitet werden können. Das heißt: es fällt uns schwer, uns von Verletzungen, die wir erlitten haben, emotional zu distanzieren. So bleiben sie anhaltend virulent.
Durch ROMPC® können diese Störungen aufgelöst werden. Und der belastende “Datenmüll” fließt ab. Belastungen, von denen wir uns auf diesem Wege gelöst haben, sind fort. Das zum Thema Nachhaltigkeit.
Wenn Sie allerdings unter Nachhaltigkeit völlige Symptom- und Beschwerdefreiheit verstehen, dann müssen wir in Betracht ziehen, dass im Sinne komplexer Verletzungserfahrungen unter einem Symptom viele Verletzungen liegen können, die miteinader verlinkt sind. Wenn also unangenehme Symptome wiederkehren, heißt das: Wir müssen in diesem Fall mit weiteren unterstützenden ROMPC®-Maßnahmen eingreifen, um eine die nachhaltige Auflösung der Beschwerden herbei zu führen. Weitere “Datenmüll” muss “ge-processed” werden.
ROMPC® ist also keine “Wunderdroge”. Bei komplexen Traumatisierungen oder Verletzungen braucht es mitunter auch einen umfangreicheren Therapieprozess. Alles Andere zu behaupten, wäre unseriös. Als Therapeuten haben wir allerdings feststellen können, dass sich die Therapieprozesse unserer Klienten erheblich verkürzen ließen.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Weil

Lieber Herr Herzog,
Ihre Frage ist wichtig und wird auch öfter gestellt. Thomas Weil hat wesentliche Punkte dazu in seiner Anwort schon genannt. Ich möchte noch ergänzen, dass wir mit ROMPC® die Möglichkeit haben, die spezifischen Auslöser für die Stressreaktion ausfindig zu machen, um dann auch genauer und mehr auf den Punkt die Belastung aus der gegenwärtigen oder vergangenen Erfahrung zu identifizieren und zu lösen. Da eine Vielfalt von Auslösern im Zuge einer längeren Lebensgeschichte auftreten können, die alle komplex vernetzt sind, müssen wir u.U. in Kleinarbeit die vielfältigen Auslöser identifizieren und bearbeiten. Um Ihnen hierzu auch ein Beispiel zu geben: Eine Monotrauma durch einen Skiunfall läßt sich durch eine einmalige Behandlung lösen. Die betroffene Person fährt hinterher problemlos und mit viel Freude Ski. Wenn bei dieser Person Unischerheiten und Ängste vorhanden sind und die Überzeugung “Ich bin ein Pechvogel” oder “Ich kann’s sowieso nicht” wird sich der Skiunfall mit diesen Überzeugungen vernetzen, also eine Bestätigung für diese Überzeugungen darstellen. In diesem Fall haben wir es nicht nur mit dem Skiunfall zu tun, sondern auch mit den Erfahrungen, die zu den o.g. Überzeugungen geführt haben. In dieem Falle werden wir Nachhaltigkeit nur erzeugen, wenn wir die Quellen für die Überzeugungen ausfindig machen und behandeln. Deshalb sind schwere und komplexe Traumatisierungen am schwersten zu behandeln und brauchen für die nachhaltige Wirkung der Behandlung auch länger Zeit, weil, wenn wir eine Belastungsquelle gelöst haben, die noch aktiven Belastungen weiter ihr Werk tun und die alte Symptomatik wieder aktivieren. Deshal bkann es sein, daß wir für eine nachhaltige Behandlung auch eine längere und durchaus mühevolle Arbeit tun müssen. Zwischendurch fühlen sich die Patienten durchaus immer wieder entlastet, so dass es dann leichter fällt, sich der nächsten Baustelle zuzuwenden.
Mit freundlichen Grüßen
Heinz-Günter Andersch-Sattler

Lieber Herr Herzog, liebe Kollegen,
ich möchte noch einen anderen Aspekt von ROMPC® hinzufügen, der mir in der letzten Zeit immer deutlicher wird und die Stärke dieses Verfahrens charakterisiert.
Die Frage, wie lange hält die Wirkung von ROMPC® an ist auch die Frage: wie erfolgreich ist dieses Verfahren.
Sicher ganz wichtig für Therapeuten und Klienten, gerade auch in meiner Praxis bei Selbstzahlern. Nur Erfolg ist nicht nur meßbar in der Art der Technik, was viele Anfänger in der Behandlung denken; welche Punkte mit welchen Sätzen zu klopfen, ist am effektivsten – fast wie Zauberformeln murmeln. Ich möchte diesen Glauben erst einmal erschüttern – wohl gemerkt, ich hatte ihn am Anfang meiner Tätigkeit auch. Es geht nicht in erster Linie darum, die “richtige” Zauberformel, den “richtigen”Ansatz und die “Traumawurzel” zu finden und dann technisch zu “reparieren”, mit dem Erfolg, dass alles wieder läuft. Gerade in meiner Arbeit mit komplexen Traumatisierungen habe ich mehr und mehr Respekt bekommen vor solchen zielgerichteten Lösungen. Sicher – ich stimme Heinz-Günther zu – wenn jemand Prüfungsangst, Präsentationsangst etc. hat, kann eine oder zwei Behandlungen schon Wunder wirken.
Bei komplexeren Blockaden ist es oft schon schwer, überhaupt einen behandlungsfähigen Eingangssatz zu finden. Da muss man erst in dem ganzen Dschungel des Klienten eine Schneise schlagen. Auch bei Klienten, die gar nicht so ohne weiteres benennen können, was ihr Problem und ihre Erwartung ist, brauchen wir erst eine ganz handfeste therapeutische Vorarbeit. Zum Beispiel Klienten, die kaum gelernt haben, sich abzugrenzen, eigene Wünsche und Bedürfnisse haben zu dürfen, nicht wissen, wie sie Einfluss nehmen können, und häufig die Veränderung für die Situation vom anderen abhängig machen, – “Du Therapeutin verändere mal meinen Partner” – brauchen eine gute erlaubnisgebende therapeutische Beziehung, bevor das limbische Entkoppeln eingesetzt wird und wirken kann. Das Thema Scham und Ambivalenz ist eins, dass für meine Arbeit immer mehr in den Mittelpunkt rückt, bevor ich zielgerichtet eine Blockade lösen kann. Eine traumatisierte Klientin steht z.B. zwischen einer unkontrollierbaren Wut gegenüber ihren Tätern und einer unaussprechlichen Todesangst, wenn sie über die Traumata redet. Abgesehen davon, dass sie ihre Seele retten musste, indem sie sich ganz in sich selbst verkriecht. Diese Probleme kann man nicht einfach “wegklopfen”, und man kann sie auch nicht auffordern – wie in so manchen Therapien – sich nun endlich zu öffnen, bzw. zu lernen, wie sie sich effektiver ablenken kann. All das sind wichtige Ziele.
Hier ist mir das "R" von ROMPC® - alos die Beziehungsorientiertheit - besonders wichtig. Die Beziehung so zu gestalten, dass ich die unterschiedlichen “Teile” in dem Klienten wertschätze und sie erst mal alle gehört werden dürfen. An dieser Stelle arbeite ich ganz sparsam mit den Entkopplern; meistens benutze ich nur die NLZ (“Hand auf´s Herz”) und gebe einen sehr einfachen Erlaubnissatz zum Üben und zum Ruhiger werden: z.B. “ich bin auch o.k., wenn ich mich nur so schützen kann, indem ich mich verstecke.”
Je mehr wir als Therapeuten die verschiedenen Anteile im Klienten (und auch in uns) anhören, um so mehr haben wir eine stabilisierende Beziehung auf Zeit. Die Technik des Entkoppeln löst limbische Reste, unsere Zugewandtheit setzt neue Modelle von Beziehung für die Betroffenen in Gang – das eine geht nicht ohne das andere.
Nur in dieser Verbindung ist ROMPC® erfolgreich und hält über die Faszination eines “Zaubers” an. Nur in dieser Kombination können wir “Zeichen” setzen im Gedächtnis unserer Klienten: “endlich hat sich mal jemand die Mühe gemacht, mit mir alle meine Ecken auszuleuchten, mich zu ertragen – wo ich mich nicht ertragen kann, mir zu erklären – wo ich nicht mehr weiter weiß, und mir körperlich noch eine Entspannung zu verschaffen, wo ich verkrampft bin, … endlich bin ich nicht nur eine Karteikarte!!”
Und das, was ich über komplexe Traumatisierungen geschrieben habe, steckt im Kern in jedem von uns und wil auch als solches angenommen und integriert werden.
Was ist also Erfolg die Wirkung von ROMPC®?
Meines Erachtens nach ist es auch ein Verschwinden von Symptomen und ein sich Distanzieren können von Lasten und Problemen, die mich in meiner Gegenwart einengen, aber es ist auch ein Integrieren von manchmal so ungeliebten Aspekten in mir (und in anderen Menschen). – Also kein schnelles Wirken sondern eine Langzeitwirkung mit einer Lebensphilosophie – einer lebenslangen Integrationsarbeit!
Mit herzlichen Grüßen
Martina Erfurt-Weil

Lieber Herr Herzog,
als Ergänzung zu den bereits oben erwähnten Ausführungen bezüglich der anhaltenden Wirkung von ROMPC®, möchte ich Ihnen gerne meine Erfahrungen aus der Beratungspraxis berichten. Meine Erfahrungen sind unterschiedlicher Natur. Manche Symptome verschwinden kurzweilig und zeigen sich in geschwächter Form wieder, andere Symptome treten nach einmaliger Behandlung nicht mehr auf. Bei Klienten, die mit einem akuten körperlichen Stresssymptom zu mir kamen, konnte ich mittels verschiedener Entkoppelungstechniken eine „erfolgreiche“ Stressreduktion herbeiführen. Symptome wie Übelkeit in einer akuten Krise, Verspannungen im Schulterbereich oder Atemblockaden bei starker Nervosität, konnten soweit mit ROMPC® gelöst werden, dass körperliches Wohlbefinden wieder hergestellt wurde. Dies unterstützte die Klienten dabei, wieder Zugang zu ihren Ressourcen zu finden. Erstaunlich ist, dass die Klienten manchmal nach einer Behandlung keinen Zugang mehr zum Stressor haben, z. B. nicht mehr wissen was Übelkeit bedeutet, wie sich Übelkeit anfühlt. Ängste vor einem Bewerbungsgespräch, die sich in Denkblockaden zeigten, konnten durch spezifische Entkoppelungstechniken nachhaltig beseitigt werden. In einem schwierigen Prozess in einer Ausbildungssituation konnte ich eine Klientin auf ein bevorstehendes Konfliktgespräch soweit stabilisieren, dass die „Angst vor der Angst“ verschwand. Sie konnte das Gespräch erfolgreich führen und sich mit ihren Ressourcen im Hier und Jetzt behaupten, ohne dass irrationale Ängste sie blockierten. Im weiteren Beratungsverlauf zeigte sich bei der Klienten die darunterliegende „unerhörte Geschichte“, nämlich die Überzeugung: „Wenn ich Fehler mache kommt es zum Beziehungsabbruch“.
So kann ich die Ausführungen meiner Kolleginnen und Kollegen nur bestätigen. Ich schliesse mich Martinas Ausführung an: „…es kann nicht sein, dass wir einfach „Probleme wegklopfen“, – auch aus meiner Erfahrung braucht es mehr dazu.
ROMPC® hat drei Wirkfaktoren. Erstens die heilsame Beziehungsgestaltung, zweitens die verschiedenen Entkoppelungstechniken und drittens das Generieren von neuen Verhaltensweisen.
Mehr dazu hier
Und all das braucht auch Zeit. So gilt es in manchen Fällen, wie Thomas Weil es bereits beschrieben hat, sich auf den Weg zu machen und der darunter liegenden „unerhörten Geschichte“ Gehör zu verschaffen. Was ich Ihnen bestätigen kann ist, dass ich bis jetzt mit keinem anderen Verfahren oder keiner anderen Methode eine schneller wirksame „Entstressung“ herbeiführen konnte, als mit ROMPC®. Und damit meine ich nicht nur den Wirkfaktor Entkoppelungstechniken, sondern vor allem auch das „sich Anbieten“ des Beraters/Therapeuten im Sinne: „Lass mich das Du sein, an dem du neue Beziehungserfahrungen erleben kannst“. Dass Menschen ihre Wahrnehmung bestätigt bekommen, dass sie Vergewisserung erhalten, dass sie initiiert werden und dass sie auch Einfluss nehmen können, das allein ermöglicht schon ganz viel an „Entstressung“.
Ich bin als Beraterin tätig, und mein Fokus liegt vorwiegend in der Stabilisierung der Klienten und Klientinnen im Hier und Jetzt. Dabei wende ich gerne das ROMPC®-Ritual des „offene Türe Schliessens“ oft und erfolgreich an. Diese unterstützt den Klienten dabei sich seiner Ressourcen und Stärken als erwachsene Person im Hier und Jetzt zu bemächtigen und als eigener „Chef“ sein Leben zu gestalten.
Mit freundlichen Grüßen
Elizabeta Miletic

Lieber Herr Herzog,
für Ihre Fragestellung ist sicher auch die Wirksamkeitsstudie von großer Bedeutung, die Kämper und Andersch-Sattler in Jahre 2009 veröffentlich haben. Mehr dazu finden Sie hier.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Weil