Selbstwirksamkeit und Performance

Die innere Haltung entscheidet

Körperliche Erkrankungen und ROMPC®

Fragen und Antworten

Frage:
“Können körperliche Erkrankungen mit ROMPC® behandelt werden?”
Jutta Wolf

Antworten:
Liebe Jutta,
deine Frage – so vermute ich – impliziert eine Trennung zwischen körperlichen und seelischen Störungen. Diese weit verbreitete Trennung von Körper und Seele, deren Geschichte bis weit in die Antike reicht, führt bei den Heilberufen üblicherweise zu einer Trennung der Zuständigkeiten: Für körperliche Beschwerden sind demzufolge die Organmediziner zuständig, während die Behandlung seelischer Konflikte die Domäne der Psychotherapeuten ist.
In vielerlei Hinsicht macht diese Trennung ja durchaus Sinn; denn ohne die mit der Trennung der Zuständigkeiten verbundene Spezialisierung der genannten Fachpersonen würde jeder versuchen, alles zu behandeln. Und dem Universaldilettantismus wäre Tür und Tor geöffnet.
Vor diesem Hintergrund wäre der Behandlungsansatz des ROMPC® eindeutig der Gruppe der psychotherapeutischen Verfahren zuzuweisen; hätte also seine primäre Zuständigkeit nicht bei körperlichen, wohl aber bei den seelischen Erkrankungen und Beschwerden.
Andrerseits ist die Trennung zwischen Körper und Seele stets eine virtuelle, wie das große Feld der psychosomatischen Störungen beweist. Im Blick auf die psychosomatische Erkrankungen mutet die Diskussion zwischen Organmedizinern und Psychotherapeuten oft wie der Streit um Henne und Ei an – nämlich dann, wenn man bei den betreffenden Krankheitsbildern versucht, eine primäre Ursächlichkeit zuzuweisen. Insgesamt werden wir heute bei einer Vielzahl von Störungen und Erkrankungen eine multifaktorielle Genese annehmen müssen, anstatt mit der Eindimensionalität unserer monokausalen Diagnosen dazu beizutragen, dass den Patienten ein integrativer Behandlungsansatz verwehrt wird.
Darüber hinaus ist die Trennung von Körper und Seele auch insofern nur virtuell, weil sie als Trennung unseres analytisch-denkenden Frontalhirns zwar logisch gedacht, aber limbisch (d. h. psycho-logisch) nicht nachvollzogen werden kann: Limbisch betrachtet haben wir keine Seele und keinen Körper. Limbisch betrachtet sind wir stets Seele und Körper – und zwar in einer psycho-somatischen, organismischen Gesamteinheit.
Deshalb haben die sog. seelischen Erkrankungen stets eine körperliche, sowie die sog. körperlichen Erkrankungen stets eine seelische Dimension.
Wenn man einmal die Frage nach den primären Ursachen einer Erkrankung außer Betracht lässt, dann wird man auch und gerade bei den sog. körperlichen Erkrankungen früher oder später bei den Patienten eine erhöhte seelische Beeinträchtigung, kurz: einen Anstieg ihres unkontrollierbaren Stresses beobachten können. Der mit der Erkrankung verbundene Stress – wenn er denn nicht aufgelöst wird – wirkt negativ auf den Heilungsverlauf und trägt oft dazu bei, dass die Betreffenden nicht oder nur verlangsamt gesunden.
Die Stressoren zu identifizieren, die für den Patienten mit ihren körperlichen Erkrankungen verbunden sind und die daraus resultierende Stress-Spirale zu unterbrechen, ist ein Ansatzpunkt für eine ROMPC®-Behandlung. So werden die Heilkräfte des limbischen Systems entfaltet, die die die Heilung des Patienten maßgeblich voran treiben können.
Insofern kann ich deine Frage, ob körperliche Erkrankungen mit ROMPC® behandelt werden können, eindeutig bejahen. Es versteht sich natürlich von selbst, dass eine ROMPC®-Behandlung die organmedizinische Behandlung von Krankheiten mit primärer körperlicher Genese weder überflüssig macht, noch ersetzen kann.
Mit herzlichen Grüßen
Thomas Weil

Liebe Jutta,
mit meinem zusätzlichen Hintergrund als Polarity-Therapeutin, kann ich dir bestätigen, dass wir mit ROMPC auch bei körperlichen Leiden hilfreich unterstützen können.
Bei körperlichen Erkrankungen ist die Psyche immer mitbetroffen (dies gilt auch umgekehrt: bei psychischen Erkrankungen ist der Körper mitbetroffen!) Nicht nur bei allen psychosomatischen Beschwerden ist ROMPC äusserst hilfreich. Auch bei unheilbaren Erkrankungen kann ROMPC® unterstützend wirken, so dass sich die Person ihrem Leiden nicht mehr hliflos ausgesetzt fühlt, nötige medizinische Eingriffe oder medizin-technische Hilfsmittel akzeptieren kann und sich neuen Sicht- und Lebens-Weisen öffnen kann.
Körperliche Erkrankungen belasten die Personen auch psychisch. Welche Einschränkungen erfährt die Person und was bedeuted dies für sie? Jede psychische Belastung bedeutet Stress mit all seinen Folgen, welche auf den Körper wirken und die Symptome verstärken oder sogar ausgelöst haben.
Nehmen wir an, dass der Stress der körperlichen Erkrankung zugrunde liegt, so stellt sich die Frage, welche mögliche “Schutz- und Schonhaltung” steht dahinter. Jede Beschwerde-Form schränkt ein Bedürfnis ein, wer oder was hat die Psyche derart verletzte, dass der Körper sich anpasst, resp. derart “amputiert” wird?
Als Beispiele: Verdauungs-Probleme – was kann nicht verdaut werden, liegt schwer auf dem Magen etc.? Gelenk-Erkrankungen – wer oder was schränkt oder schränkte die Bewegungsfreiheit derart ein? Probleme mit den Sinnes-Organen – wen oder was wollen wir nicht mehr sehen/hören/riechen/fühlen?
In der deutschen Sprache kennen wir viele Hinweise zur Verbindung von Psyche und Körper, z. B. “jemandem ist eine Laus über die Leber gelaufen”, “das kann ich nicht verdauen”, “es geht mir an die Nieren” etc. Können wir den Stressor entschärfen, erholt sich der Körper.
Bei Unfällen stellt sich die Frage, was geschah direkt davor. Was war so stark, dass es die Aufmerksamkeit schmälerte. Welche Emotionen/Stressoren hielten unsere Energien gefangen, so dass wir den Stolperstein nicht sahen.
Experimentiere mit einer Kollegin/einem Kollegen: Arbeite horiztontal mit ROMPC®, indem du “einschaltest” und dann auf eine körperliche Verspannung klopfst. Du wirst erstaunt sein, wie effektiv dies wirkt. Du kannst dir dann vorstellen, wie es mit vertikalem ROMPC noch tiefer geht.
Herzliche Grüsse
Iris Schumacher