Selbstwirksamkeit und Performance

Die innere Haltung entscheidet

Wenn die eigene Geschichte zur Belastung wird

Behandlung

In die Praxis kommt eine junge farbige Frau, sie heißt Aminata . Sie wirkt schüchtern, ihr Deutsch ist gut verständlich, aber sie spricht sehr leise. „Ich komme aus dem Senegal“, sagt sie als erstes, „und sie sei seit drei Jahren in Deutschland“. Auffällig ist eine Narbe in ihrem Gesicht, die sich von der Wange zur seitlichen Stirn zieht. Ihr deutscher Lebensgefährte hat sie gebeten, den Termin bei mir wahrzunehmen, denn sie wirke unglücklich und sei oft krank. Vor allem hatte sie in den letzten Wochen oft Erkältungen und seit einiger Zeit kann sie nichts mehr essen, ohne anschließend Schmerzen zu haben.

Am wichtigsten wäre Aminata, dass sie arbeiten dürfe. Doch das hängt davon ab, ob und wann sie eine Arbeitserlaubnis bekommt. Ihr Freund und sie möchten heiraten, dann ihren 10jährigen Sohn aus dem Senegal nach Deutschland holen und endlich in Frieden leben. Sie könne die Spannung kaum aushalten, bis die Behörden über alles entschieden haben und vor allem, dass sie vielleicht ausgewiesen werden könnte.

Darüber hinaus habe sie oft Alpträume von der Zeit mit ihrem Ex-Mann, mit dem sie nach Deutschland gekommen war. Es hat immer wieder gewalttätige Auseinandersetzungen gegeben, daher auch die auffällige Narbe in ihrem Gesicht. Sie hat große Angst vor der Zukunft, traut sich kaum einmal zu lachen oder fröhlich zu sein, obwohl sie sich in ihren neuen Beziehung eigentlich sicher und gut aufgehoben fühlt.

ROMPC®-Therapeuten und -Berater tragen mit der beziehungsorientierten Methode wesentlich zur Stabilisierung der traumatisierten Klientin bei. Sie unterstützen Ihre Patienten und Klienten dabei, Belastungen, die aus traumatischen Erfahrungen erwachsen, hinter sich zu lassen und neue Lebensfreude zu gewinnen.

Susanne Kuckuk