Selbstwirksamkeit und Performance

Die innere Haltung entscheidet

Traumatische Erfahrungen rund um die Geburt

Geburt

Nicht immer war die eigene Geburt, die Zeit davor und die erste Zeit danach so, wie es für uns als kleine menschliche Wesen gut und vertrauenserweckend gewesen wäre. Solche Erfahrungen hinterlassen Spuren in unserem Verhalten und dem Erleben der Welt um uns, auch noch als Erwachsene.

Zu Beginn
Des Öfteren werden bei der Zeugung mehrere Eizellen befruchtet, nur ein Embryo entwickelt sich jedoch weiter, der andere stirbt ab. Dieser Verlust eines Zwillings kann auch als erwachsener Mensch noch das Gefühl vermitteln, immer wieder allein gelassen zu werden oder dass „etwas“ fehlt bzw. lebenslang nach dem/der idealen Partner*in zu suchen.

Stressbelastungen für Ungeborene
Ungeborene nehmen über die Nabelschnur Stresshormone von der Mutter auf und werden dadurch schon im Mutterleib entsprechend beeinflusst. So ist es möglich, dass Kinder, die nicht gewollt sind oder wenn die Eltern (v.a. die Mutter) stark belastet sind, schon im Mutterleib gestresst werden und sich dies negativ auf das vorgeburtliche Erleben auswirkt. Das kann Folgen für das Leben danach haben im Sinne von: „Ich bin nicht gewollt“, „Keiner versteht mich“, „Ich habe keinen Platz“ u.v.m.

Die Geburt – Grenzerfahrung für Mutter und Kind
Darüber hinaus stellt die Geburt für Mutter und Kind ein sehr stark stressbelastetes Ereignis dar. Für beide ist die Geburt eine Grenzerfahrung, die durchaus lebensgefährlich sein kann. Dies geht mit einer massiven Adrenalinausschüttung beim Baby einher, welches zudem einem starken körperlichen Druck ausgesetzt ist.
Wenn es in diesem Prozess zu Störungen kommt, z. B.
• Steckenbleiben des Kopfes im Becken
• wenn die Nabelschnur um den Hals des Babys liegt
• bei Quer- oder Steißlagen
• bei Einsatz von Hilfsmitteln oder Medikamenten
• ein Kaiserschnitt nötig wird
dann unterbricht dies den natürlichen Geburtsvorgang und kann Prägungen hinterlassen wie z. B.
• immer wieder in Prozessen stecken zu bleiben
• plötzlich keine Energie mehr zu haben
• auf Rettung zu warten, anstatt eigene Energien zu mobilisieren

Nach der Geburt
Eine zu schnelle Trennung des Babys von der Mutter nach der Geburt (z.B. aus medizinischen Gründen) kann Störungen bewirken, die sich u.a. auf die Bindungsfähigkeit auswirken oder wiederum das Gefühl von Alleinsein hinterlassen. Aber auch eine Überforderung der Eltern nach der Geburt kann beim Kind das Gefühl hinterlassen, nicht gewollt zu sein, obwohl das Baby freudig erwartet wurde.

Prägungen therapeutisch verändern
Da diese Erfahrungen als Körpererinnerungen abgespeichert werden, gibt es die Möglichkeit, in der Körperpsychotherapie durch Reinszenierung der Schwangerschaft und Geburt in einem Gruppensetting eine andere Erfahrung zu machen, als es im realen Leben der Fall war. Die traumalösende Arbeit mit ROMPC®-Methoden kann darüber hinaus helfen, große Ängste und Erstarrung, die manchmal bereits vor dem eigentlichen Prozess auftritt, zu entkoppeln und damit einen guten Start in den Geburtsprozess erst möglich machen. Ängste vor dem Steckenbleiben im Geburtskanal während des Durchlebens können z. B. durch Ermunterung des Zulassens von körpereigenen Entkopplungsprozessen reduziert werden und nicht zuletzt setzen wir diverse Methoden aus dem ROMPC® z. B. bei auftretender Verzweiflung nach dem Ankommen in der Welt ergänzend ein. Ziel ist es alte Grundüberzeugungen loszulassen und Prägungen zu verändern, um kraftvoll und nachgenährt im Leben anzukommen.

Geburtsseminare – gut in die Welt gekommen?
Petra Vetter und Christine Clouth bieten diese Seminare gemeinsam in Augsburg an. Die Arbeit wird in kleinen Gruppen durchgeführt und beinhaltet gemeinsame Vorübungen, eine geführte Meditation und ausgiebig Zeit für den eigenen individuellen Prozess.
Es finden immer wieder Infoabende dazu statt, um die Arbeit kennen zu lernen.
Nähere Informationen hier

Autorin
Christine Clouth