Selbstwirksamkeit und Performance

Die innere Haltung entscheidet

ROMPC® im Coaching: Lern- und Verhaltens-Blockaden - und wie man sie auflöst

Stefanie Bathe

20.04.2009

Stefanie Bathe

Worum geht´s? 

Ich persönlich integriere gerne ROMPC® in meine klassische Coaching-Arbeit, weil ich so mit meinen Klienten nicht nur Blockaden einfacher aufspüren, sondern durch die Entkoppelungstechniken diese auch gut auflösen kann. Die Coachees verstehen ihr eigenes Verhalten selbst besser, und es fällt ihnen leichter, zielgerichtete Handlungsalternativen zu erarbeiten und diese auch im Business-Alltag einzusetzen.

Wenn wir uns selbst im Weg stehen 

Innere Blockaden – Glaubenssätze – Antreiber: manchmal stehen wir uns selbst im Weg. Wir tun nicht das, was wir wirklich gerne tun würden und auch gut können. Wir trauen uns nicht, so zu sein wie wir sind: unser (Führungs-)Verhalten ist nicht mehr authentisch, wir nutzen nur einen Bruchteil unseres Potentials, weil wir die Fülle unserer Stärken und Ressourcen gar nicht sehen. 

Dann kann Veränderungsarbeit mit Führungskräften und Mitarbeitern im Berufsalltag oder auch begleitend im Coaching schwierig werden. Wir erleben Widerstände, interpretieren fehlende Motivation - „Der Mitarbeiter will halt nicht“ - oder wundern uns einfach nur, dass das, was doch für viele andere so leicht ist, für diesen einen Mitarbeiter so schwierig erscheint. 

Die Ursache solcher Schwierigkeiten kann eine stressbedingte innere Blockade sein. Der Begriff „stressbedingt“ ist hier neurobiologisch zu verstehen: es handelt sich um ein sog. „Datentransportproblem“ innerhalb des limbischen Systems. Eine Blockade in jenem archaischen Teil des Gehirns, der als Ort der emotionalen Intelligenz für zweierlei verantwortlich ist: für unsere Intuition und für das Abspeichern von Gelerntem auf unserer „inneren Festplatte“. Hier wird neu Erworbenes im Langzeitgedächtnis abrufbar gespeichert, so dass wir es dann bedarfsorientiert abrufen können. Wichtig also, um im Alltag auf unterschiedliche Situationen und Personen unser Verhalten immer wieder zielgerecht anpassen zu können. Wenn dies gelingt, agieren wir frei statt im „Auto-Pilot-Modus“ alten Mustern reaktiv zu folgen – wie dies bei inneren Blockaden der Fall ist. 

Neuere Hirnforschungsergebnisse zeigen: Unter Stress laufen die Datentransportprozesse im Gehirn nicht mehr „rund“. Es kommt zum „Datenstau“. Die innere „Stress-Spirale“ zieht sich immer enger zusammen. Kluge Ratschläge und einsichtfördernde Maßnahmen, die das Frontalhirn adressieren, helfen nicht weiter. Angesagt ist es, das limbische System bzw. die mandelkern-förmige Amygdala in ihrer Funktion als Alarmmelder, zu „beruhigen“. 

Ansatzpunkte für ROMPC® 

Hier setzen die Entkoppelungstechniken des ROMPC® an. Sie adressieren das limbische System und reduzieren den Stress dort, wo er aufschlägt. Die ins Stocken geratenen Datentransportprozesse kommen wieder in Schwung. Der Mitarbeiter hat wieder den Zugriff auf vorhandene Ressourcen und kann frei agieren. 

Ich persönlich integriere gerne ROMPC® in meine klassische Coaching-Arbeit, weil ich so mit meinen Klienten nicht nur Blockaden einfacher aufspüren, sondern durch die Entkoppelungstechniken diese auch gut auflösen kann. Die Coachees verstehen ihr eigenes Verhalten selbst besser, und es fällt ihnen leichter, zielgerichtete Handlungsalternativen zu erarbeiten und diese auch im Business-Alltag einzusetzen. Viele meiner Klienten erlernen einzelne ausgewählte Techniken selbst, um in aufkommenden Stresssituationen bzw. Selbst-Blockaden sich selbst zu helfen. Auch das fördert die Stabilität und Belastbarkeit im (Berufs-)Alltag. Die Entkoppelungstechniken (z. B. die Stimulation geeigneter Meridianpunkte) sind für die Coachees leicht und schnell erlernbar. 

Apropos schnell: auch das ist für mich immer wieder ein weiteres Plus an ROMPC®. Dort, wo früher Veränderungsprozesse viel Zeit brauchten oder ich über rein „klassische“ Coaching-Interventionen nur sehr langsam mit meinen Klienten zum Ziel kam, hilft mir ROMPC® heute, Prozesse abzukürzen bzw. zu beschleunigen. 

Für mich persönlich ist es immer wieder ein Geschenk, die Verwunderung und Freude meiner Klienten in den nachfolgenden Sitzungen erleben zu dürfen: wenn sie davon berichten, wie leicht es plötzlich ist, das zu tun, was vorher so schwer oder unmöglich erschien. 

Fallbeispiele für den Einsatz von ROMPC® 
im Führungskräfte-Coaching 

Nachfolgend finden Sie vier exemplarische Anwendungsbeispiele, wie ich ROMPC® blockadenlösend bei einer Führungskraft eingesetzt habe. Um die Anonymität des Klienten zu wahren, wurden einige Details verändert. 

Die Ausgangssituation: 

Frau W. (33 Jahre alt), wird aufgrund ihrer bisherigen Performance, ihrem „Einser-Diplom“ und ihrem Auftreten als High-Potential im Unternehmen eingeschätzt und bekommt nach fünf Jahren Berufserfahrung ihren ersten Führungsjob. 

Schon recht schnell zeigen sich erste Bedenken beim Vorgesetzten, ob Frau W. mit der neuen Aufgabe vielleicht doch überfordert ist: es fällt ihr schwer, Prioritäten zu setzen, sie fängt viele Aufgaben gleichzeitig an und hat insgesamt ein unstrukturiertes Vorgehen bei ihrer Arbeit. Der Vorgesetzte denkt über ein Training in klassischen Zeitmanagement- und Selbstorganisations-Techniken nach. Nach Rücksprache mit der Personalabteilung wird ein Coaching empfohlen. In einem ersten Gespräch gesteht auch die junge Führungskraft, dass sie sich „ihrer Sache nicht sicher“ sei und nimmt das Angebot des Coachings gerne an. 

Beispiel 1: ROMPC® zur Stabilisierung am Anfang des Coachings 

Wir starten entgegen meiner Gewohnheit nicht mit einer schriftlichen Zieldefinition und Auftragsklärung. Vielmehr bricht aus der Klientin in der ersten Sitzung all das heraus, was sie in den letzten Wochen immer wieder bedrückt: die hohen Erwartungen in sie; die Angst, der Aufgabe nicht gewachsen zu sein und zu scheitern. 

Die Klientin, die in dem Vorgespräch mit Vorgesetztem und Personalabteilung sehr selbstsicher, freundlich und zielorientiert agierte, ist während dieser emotionalen Öffnung in der ersten Sitzung „nur noch ein Häuflein Elend“. Sie fühlt sich hilflos ihren Zweifeln ausgesetzt – obwohl sie Ermutigung und gutes Feedback von ihrem Vorgesetzten bekommt. Frau W. berichtet, dass sie auch tagsüber häufig Angst hat, ihre Unsicherheit und die damit verbundenen Tränen nicht unterdrücken zu können. 

Wir starten mit einer ersten ROMPC®-Session. Frau W. beschreibt danach ein bisschen verwundert, dass sie „das Ganze jetzt mit etwas mehr Abstand sieht, sie es emotional nicht mehr so reinzieht“. Diese Entspannung und „Gelöstheit“ ist auch deutlich an ihren Gesichtszügen sowie der ganzen Körperhaltung zu sehen. 

Nach einer kurzen Erläuterung der Funktionsweise des Hirns (Frontalhirn für Kognitives – Limbisches System für Emotionales mit „Alarmwächter“ Amygdala) versteht Frau W., was neurobiologisch passiert, wenn sich bei ihr Druck aufbaut: dass dann (frontalhirn-bezogenes) gutes Zureden nicht hilft – sondern Amygdala in diesem Moment Alarm schlägt, es also dann einer Beruhigung von Amygdala bedarf. 

Wir erarbeiten einen „sicheren Ort“ (Visualisierungstechnik in Kombination mit Affirmation und parallelem Thymusdrüsen-Klopfen), mit dem die Klientin sich immer und überall selbst zurück in Stabilität und Sicherheit helfen kann: zum Beispiel, wenn sie im Berufsalltag den Druck, ihre Unsicherheit oder die aufkommenden Tränen spürt. Diese Visualisierungstechnik „Sicherer Ort“ wird durch die Neurolymphatische Reflexzonenmassage (NLR) eingeleitet, mit der die ROMPC®-Sessions jeweils gestartet werden. 

Die Klientin berichtet, dass sie sich mit diesem „Handwerkszeug“ für die kommenden zwei Wochen bis zur nächsten Sitzung schon mal etwas sicherer fühlt. Ebenso betont sie, dass sie froh sei, „endlich mal das raus gelassen zu haben, was sie die letzten Wochen versucht hat, weg zu schieben“. (Und ich bin froh, dass ich auf mein Gefühl gehört habe und wir nicht direkt mit einer Zieldefinition gestartet haben. Rein methodisch gesehen war dies übrigens der beziehungsorientierte Aspekt vom ROMPC®. Die Klientin hat sich geöffnet und sich verstanden gefühlt). 
Als Hausaufgabe startet die Klientin in die Definition ihrer Coachingziele. 

Beispiel 2: ROMPC zur Stress-Reduktion bzw. Erhöhung von Stress-Stabilität

Die Klientin beschreibt, dass sie sich häufig verzettelt, es ihr schwer fällt, Prioritäten zu setzen. Auf Nachfrage erklärt sie, dass dies in ihren früheren Positionen nie ein Problem war, sondern sie eher dafür bekannt war, sehr effizient „große Berge von Arbeit wegzuschaufeln“. Sie habe früher nur in Ausnahmesituationen („wenn wirklich nötig“) viele Überstunden gemacht. Jetzt hat sie das Gefühl, „Ich müsste 24 Stunden durcharbeiten“. Die Klientin vermutet, dass „die anstehenden Aufgaben jetzt halt so umfassend sind, dass „man“ es nicht in acht bis zehn Stunden schaffen kann“. 

Ein Indikator für mich, nicht mit klassischen Zeitmanagement-Techniken etc. anzusetzen, ist der Fakt, dass die Klientin in früheren Aufgaben Zugriff auf diese Ressourcen hatte. Aus diesem Grund vermute ich eine stress-bedingte Blockade. 

Wir analysieren ihre persönlichen Stress-Auslöser (Ich gerate in Stress, wenn ...), Stress-Verstärker (Ich setze mich selbst unter Stress, indem ich…) und Stress-Reaktionen (Wenn ich im Stress bin, dann…). So versteht die Klientin, wie sich Druck und Angst in ihrem Verhalten niederschlagen. Auch hier ist mir wichtig, dass die Klientin erst einmal nur ihr eigenes Verhalten besser versteht und erkennt, dass auch die Art ihres Stress-Verhaltens „ganz normal“ im Sinne von „nachvollziehbar“, „logisch“ im Sinne von „psycho-logisch“ ist. Durch dieses Verstehen des zunächst irrational wirkenden, „ungeliebten“ bzw. „unakzeptierten“ Verhaltens wird oftmals eine Verhaltensänderung dann im zweiten Schritt erleichtert: Annahme des eigenen Verhaltens als Voraussetzung für Veränderung. 

Die Stress-Reaktionen analysieren wir auf drei Ebenen: Welche Gedanken kommen dann? Welche Körper-Empfindungen sind dann da? Welche Gefühle / Stimmungen machen sich dann breit? Dadurch gelingt es der Klientin im Trubel des Alltags leichter, frühzeitig den sich anbahnenden Stress zu erkennen und sich rechtzeitig über ROMPC®-Techniken aus der Stress-Spirale zu befreien. 

Auf den o. g. drei Ebenen können die Entkoppelungstechniken des ROMPC® eingesetzt werden – und zwar jeweils bezogen auf einen Gedanken, eine Körper-Empfindung oder auf ein Gefühl. 

Diese Techniken kann der Klient im Coaching erlernen und später im Rahmen seiner „Selbstbehandlung“ auch allein für sich anwenden. Oder wir lösen im Coaching tiefer gehende Blockaden direkt auf. Siehe Beispiel 3: Bei Frau W. tauchte der Satz auf „Wenn ich was mache, dann mache ich es richtig“. 

Beispiel 3: ROMPC® zur Ablösung blockierender Glaubenssätze mit dem Ziel, Verhaltensalternativen leichter entwickeln zu können

Wer A sagt, muss auch B sagen“ – „Ohne Fleiß kein Preis“ – „Nur net hudele…“ – „Wer schön sein will, muss leiden“ (schön = erfolgreich) - „Nur die Harten kommen in den Garten“ – „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ (= solange Arbeit da ist, gibt’s kein Vergnügen): Jeder von uns hat in seinem Leben solche Sätze mitbekommen. Häufig wirken sie in Form von blockierenden Glaubenssätzen – oder unterstützen Antreiber wie „Sei perfekt“ - „Sei schnell“ usw. 

Auch wenn wir uns „frontalhirntechnisch“ klar machen, dass das Pareto-Prinzip (80/20-Regel) viel sinnvoller sind, um effizient zu arbeiten, dass Erfolg auch leicht sein darf, dass wir nur mit genügend Pausen langfristig belastbar sind und bleiben: die alten Botschaften sind direkt im limbischen System verankert und dominieren unser Verhalten. 
Hinzu kommt, dass das alte Verhalten einfach leichter fällt, weil wir es so lange und so oft schon „geübt“ haben: lange ohne Pause am Schreibtisch zu sitzen und hart zu arbeiten, dabei Bedürfnisse nach Schlaf, Ruhe, Ausgleich, Abwechslung, Bewegung etc. zur Seite zu schieben. Dieses Verhalten wurde bereits zigtausende Male wiederholt („geübt“) und hat so im Hirn „breite Datenbautobahnen“ hinterlassen. 

Ungewohnt und neu zu erlernendes Verhalten hingegen ist für die betroffenen Klienten: Pausen machen. Überlegen, wo welcher Einsatz lohnt: Wo reichen 80%? Wo lohnen sich die „üblichen“ 120% ausnahmsweise wirklich? Wo sind 60% Einsatz schon ausreichend? Überlegen, was mir wirklich ist – nicht nur dem Arbeitgeber, dem Kunden, dem Vorgesetzten… Dies alles ist für Stress-Betroffene und Burnout-Gefährdete neu zu erlernendes Verhalten bzw. Verhaltensalternativen, die erst einmal entwickelt werden müssen. 

Mit dem Wissen um die Beschränktheit der frontalhirntechnischen Einsicht, wenn Amygdala am limbischen System „Alarm schreit“, wird auch klar, wie schwierig es ist, neues Verhalten zu entwickeln, wenn das limbische System dem gegensteuert. 

Die bei Frau W. entdeckte Blockade: „Ich würde gerne mal 5 grade sein lassen, schaffe es aber nicht. Ich will das Gefühl haben, dass es richtig ist.“ war begründet in dem o.g. Satz „Wenn ich was mache, dann mache ich es richtig“.

Ein wenig Biografie-Arbeit brachte hervor, dass der Vater Leistungssportler war und mit Sätzen wie „Leistung zählt nur dann, wenn’s Blut, Schweiß und Tränen kostet“ die leistungsorientierte Ausrichtung vorgab. Die daraus resultierende Botschaft: „Nur wenn Du Dich richtig anstrengst, wenn’s richtig anstrengend ist, dann bist Du ein liebenswerter Mensch“. So wurde klar, dass Frau W. die Ergebnisse, die ihr aufgrund ihrer Stärken und Ressourcen leicht von der Hand gingen, die sie mühelos und ganz leicht geschafft hatte („Das flutscht dann einfach so….“) nicht wirklich als Leistung anerkennen und wertschätzen konnte: weder sie bei sich selbst noch durch Lob und Anerkennung von anderen. 
Mittels der ROMPC®-Techniken lösten wir die alten Sätze auf und „installierten“ den neuen Satz „Es darf auch leicht gehen“, den Frau W. auch als Affirmation mit in ihren Berufsalltag nahm. In der nachfolgenden Sitzung berichtete sie begeistert und übers ganze Gesicht strahlend: „Stellen Sie sich vor, dass funktioniert ja wirklich ganz leicht! Jetzt entscheide ich, wo ich nur so mit dem groben Daumen peile und wo ich mir mal die Zahlen genauer anschaue…“. 

Beispiel 4: ROMPC zur Auflösung alter Traumata

Und trotz aller Fortschritte und Erleichterungen kam immer mal wieder die Angst vorm Scheitern durch, die Frau W. „wie eine große Lähmung“ erlebte: „da stehe ich dann da und kann minutenlang keine noch so einfache Entscheidung treffen.“ 

In einem Nebensatz in der ersten Sitzung hatte die Klientin eine Kündigung erwähnt, sechs Jahre zurückliegend, direkt nach dem Studium. Auf Nachfrage erläuterte sie selbst, „dass das damals blöd, aber nichts Schlimmes gewesen war: die Chemie hat einfach nicht gepasst.“ Sie wurde betriebsbedingt nach einer 2-monatigen Anstellung gekündigt. Heute sei sie im Nachhinein froh, dass „sie es da nicht länger aushalten musste und bei ihrem aktuellen Unternehmen jetzt so eine tolle Chance bekommen hat.“ 

Erst durch Nachfragen und Herstellen möglicher Zusammenhänge klärten wir in einem Gespräch jedoch recht schnell, dass sie damals bei dem ersten Arbeitgeber auch als High Potential eingestuft wurde und es ihr „peinlich war, meine Chefs in ihren Erwartungen zu enttäuschen“. Die heutige Angst, nicht den Erwartungen zu entsprechen, (wieder) nicht die Chance zu nutzen, war also noch „unsichtbar“ mit dem damals Erlebten verbunden: die Angst, dann auch wieder gekündigt zu werden. 

Von außen gesehen erscheint dies irrational. Der Klientin selbst war auch „eigentlich“ klar, dass sie „eigentlich“ keine Angst vor einer Kündigung haben muss. „Uneigentlich“ war die Angst aber tief verborgen trotzdem in ihr. 

Wenn wir verstehen, dass unser Hirn nicht nur rational funktioniert, wird klar, warum diese „unerhörte Geschichte“ Frau W. noch immer blockierte: die Angst, wieder zu versagen wurde mit der Angst, wieder gekündigt zu werden, noch größer. Sie war „gelähmt vor Angst“. 

Über die gleichen ROMPC®-Entkoppelungstechniken ließen sich bei dieser Klientin dann auch die Ursachen für die Versagensängste auflösen, so dass Frau W. heute wieder vollen Zugriff auf die früher bereits genutzten Ressourcen hat. Klar hat sie noch immer „gehörig Respekt vor dieser großen Führungsaufgabe. Aber heute weiß ich, was ich alles an Stärken und Erfahrung mitbringe, um den Job zu wuppen. Ich erlaube mir, auch mal was nicht zu wissen, meinen Vorgesetzten oder Kollegen um Rat zu fragen. Und wenn mir mal wieder mulmig wird, brauche ich meine Angst nicht zu verdrängen, sondern habe gelernt, mit ihr umzugehen. Ich bin kein Führungsautomat mehr, der funktionieren muss, sondern darf auch mal Pause machen.“