Selbstwirksamkeit und Performance

Die innere Haltung entscheidet

Die Weiterbildungslüge

Thomas Dodner

10.10.2010

Thomas Dodner

Beginnen wir mit einem privaten Beispiel

Ein Ehepaar hat einen Konflikt. Er lässt seine Wäsche liegen, kümmert sich nicht um den Haushalt und sieht abends zu lange fern, so dass er am nächsten Morgen kaum aus dem Bett kommt. Sie nörgelt aufgrund seines „Fehlverhaltens“ und macht ihm Vorwürfe. Täglich endet diese Szene in einem Streit. Eine mögliche Scheidung wird immer öfter zum Thema.

Wenn Sie Ratgeber dieser Familie wären

Würden Sie ihn ernsthaft zu einem Seminar für Organisationsmanagement schicken? Oder würden Sie ihr raten, sie solle ein Kommunikationstraining besuchen? Welche nachhaltige Wirkung hätten diese "Weiterbildungsmaßnahmen?"

Verhaltenstraining

Wenn wir ein Angebot für Verhaltenstrainings legen sollen, berücksichtigen wir folgende drei Ebenen:

Die organisationspsychologische Ebene

Welchen Anteil hat die Organisation (Transparenz der Strukturen, Rollenbewusstheit, Wahrnehmung von Führung, Funktionalität von Prozeduren, Auftragsbezogenheit, Hierarchien, Zuständigkeiten, etc.) an der Konfliktsituation?

Die zwischenmenschlich-sozialpsychologische Ebene

Innerbetriebliche Kultur, Konkurrenz und Kooperation, kollektive Beziehungsmuster, destruktive Kommunikationsmuster, psychologische Spiele, Vertragskultur und Absprachen; ist die mangelnde Kommunikation untereinander die Wurzel des Problems oder lediglich ein Auswirkung?

Die individualpsychologische Ebene

Emotionale Blockaden, verdeckte Erwartungen, passive Verhaltensweisen, Dialog-Blockaden, persönliche Psycho-Konfigurationen; welche lebensgeschichtlichen Erfahrungen hindern die Beteiligten daran, konstruktiv und im Sinne des gesamten Teams mit dem Problem umzugehen?

Die IST-Situation

Unternehmen investieren große Summen in Trainings- und Schulungsmaßnahmen für ihre Führungskräfte und MitarbeiterInnen. Neben der Vermittlung von fachspezifischem Know-how müssen die geeigneten soft Skills erworben werden, wenn es darum geht, ...Mitarbeiter so zu führen, dass sie sich mit ihrer Aufgabe identifizieren und sich für die Ziele des Unternehmens einsetzen,die Mitarbeitermotivation zu erhöhen und die Produkte des Hauses glaubwürdig am Markt zu verkaufen,das interne und externe Kundenkontaktverhalten im Sinne der Kundenzufriedenheit zu optimieren,Konflikte so zu lösen, dass die Zusammenarbeit verbessert und die erwünschten Ergebnisse erzielt werden,eine Neuausrichtung des Unternehmens, seiner Führungskräfte und Mitarbeiter herbei zu führen.

Hierfür halten traditionelle Trainingsmaßnahmen geeignete Konzepte und Tools bereit, die gelehrt, erarbeitet und eingeübt werden. Diese „pädagogischen“ Maßnahmen beschränken sich meist darauf, die Einsicht des „Schülers“ zu mehren und durch kontinuierliches Üben die gewonnenen Erkenntnisse so zu verankern, dass sie umgesetzt werden können. Wenn sich der gewünschte Erfolg nicht gleich einstellen mag, werden in der Hoffnung, weitere Einsichten würden noch mehr bewirken, zusätzliche Erklärungen nachgeliefert und die Übungsphasen verstärkt.
Dabei wird allerdings außer Acht gelassen, dass Menschen nicht primär aus Einsicht lernen bzw. dass die neu gewonnen Einsichten nicht zu den gewünschten Veränderungen führen.
Denn Menschen lernen primär am Modell und nur sekundär durch Einsicht.

Die Problemstellung

Die moderne Hirnforschung hat erkannt: Das Gehirn ist ein „soziales Konstrukt“. Bestimmte soziale Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit das menschliche Gehirn das tut, was es eigentlich kann. In einem Klima der Angst und des Druckes werden keine Neu-Verschaltungen generiert. Es werden im Hirn lediglich die gewohnten „Datenautobahnen“ befahren. „Veränderung“ wird somit verhindert.

Diese bekannten Datenautobahnen werden sogar noch weiter ausgebaut. Innovation und Kreativität werden im Keim erstickt. Wirkliches Lernen ist nicht möglich. Und schließlich: Mehr vom selben, das nichts bringt, bringt auch nicht mehr.

Wenn also der Ressourcen-Zugriff blockiert ist und auf die Daten, die auf der „inneren Festplatte“ abgelegt sind, nicht zugegriffen werden kann, haben wir in der Situation, in der es darauf ankommt, eben nicht das parat, was wir können. Und dann hilft weiteres Üben nichts.

Denn mit Üben übt der Betreffende in seine Blockade hinein und macht den inneren Block nur noch größer.
Ursache dieses Ressourcen-Zugriffs-Problems ist vor allem der innere Stress, der in „unrealistischen Selbstansprüchen“, „einschränkenden Grundüberzeugungen“ und „Gruselfantasien“ begründet ist. Mit diesem hausgemachten Stress eskalieren wir innerlich unsere Konflikte und schmälern den Erfolg unserer Leistungen. Kurz: Der innere Stress, den wir uns machen, ist eine Form des „inneren Dialogs“, den wir zu Recht als „destruktive Selbsthypnose“ bezeichnen können.

Unsere Lösung

Mit den Instrumenten des ROMPC® identifizieren und „entkoppeln“ wir die inneren Stressoren, mit denen sich der Trainee geradezu selbst zum Feind wird und mit denen er sein limbisches System derart in Aufruhr versetzt, dass es zu der oben beschriebenen Daten-Zugriffs-Störung bzw. der Stress- und Erfolgsblockade kommt.

Der Betreffende ...

  • gewinnt emotionale Distanz zu seinen automatisierten Stressmustern,
  • kann hinter sich lassen, was ihn belastet,
  • bekommt den Kopf wieder frei und
  • wird handlungsfähig.

Wenn der Ressourcen-Zugriff wieder frei ist, dann können die Menschen endlich das tun, was sie im Training längst gelernt haben.

Anwendungsgebiete

  • Verkaufstraining
  • Verhandlungstraining
  • Kundenorientierung
  • Zusammenwirken Psyche - Körper
  • Führungskräfteentwicklung
  • Zeitmanagement (Umgang mit der Zeit)
  • Teambildung (in Kombination mit Indoor- und Outdoortraining)
  • Kreativität und Problemlösung
  • Konfliktmanagement
  • Telefontraining
  • Stress- und Energiemanagement

Nutzen

Auch langjährige MitarbeiterInnen entdecken zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten. Neben den berufsspezifischen Blockaden arbeiten Ihre MitarbeiterInnen auch an persönlichen emotionalen Hürden. Denn oft wirken die Bereiche ineinander. Der Focus liegt auf der Bearbeitung von individuellen und spezifischen emotionalen Problemstellungen. Jede(r) fühlt sich dadurch persönlich betreut. Sie reduzieren „wirkungslose“ Trainingseinheiten und erzielen mehr Leistungssteigerung in kürzerer Zeit. Sie verringern die Fluktuation und sichern so ein bewährtes und schlagkräftiges Team. Sie setzen die finanziellen Mittel und die zeitlichen Ressourcen für Aus- und Weiterbildung effizienter ein.