Selbstwirksamkeit und Performance

Die innere Haltung entscheidet

ROMPC® in der Führungskräfteentwicklung: Stressmanagement für Führungskräfte

Garnet Tode

15.09.2008

Garnet Tode

Worum geht´s?

Eine hohe Arbeitsbelastung sowie der Umgang mit schwierigen Situationen und Erfahrungen im Berufsalltag, welche mit negativen Emotionen verbunden sind, erzeugen bei der Führungskraft und ihren Mitarbeitern äußeren und inneren Stress. Insbesondere innerer Stress blockiert den Zugriff auf zielführende Handlungsoptionen und behindert die optimale Entfaltung und Ausschöpfung persönlicher Ressourcen. Nachhaltiger Stress absorbiert eine Menge Energie bis dahin, dass belastender Dauerstress krank machen kann. Stress abzubauen und sich zu entlasten, ist daher notwendig, um leistungsstark, motiviert und gesund den beruflichen Herausforderungen begegnen zu können.

In meinen Ausführungen zum Thema “Stressmanagement für Führungskräfte”, gebe ich ein Beispiel dafür, wie sich das Verfahren ROMPC® sinnvoll in die Führungskräfteentwicklung integrieren lässt und wie im Führungsalltag Stress effektiv gemanagt und der innere Energiehaushalt damit wesentlich geschont werden kann. Im Anschluss daran zeige ich auf, dass oftmals schon durch die Anwendung kleiner Übungen, die ich speziell im Rahmen von ROMPC® für Führungskräfte entwickelt habe, kurzfristig innere Entspannung erzielt und/oder langfristig das Lösen innerer Stressblockaden bewirkt werden kann.

Insbesondere sollen sich in diesem Zusammenhang Führungskräfte in Unternehmen angesprochen fühlen. Ich möchte aber auch alle diejenigen adressieren, die Wert darauf legen, sich selbst gut zu managen oder in ihrer privaten Rolle eine Leitungsfunktion übernehmen. Fast jeder Mensch übernimmt in irgendeinem Bereich seines Lebens einmal Verantwortung auch für andere und ist somit in diesem Bereich auch eine Führungskraft. Denken Sie beispielsweise an das Unternehmen Familie, in dem Sie als Familienmanager/in agieren oder als Bergführer eine Wandergruppe leiten, die Organisation des Jahresfestes für ihren Ortsverein übernehmen oder bei einem Segeltörn den Ton angeben.

Stressmanagement als Führungsaufgabe

Führungskräfte sind oftmals hohen Stressbelastungen ausgesetzt. Stress gut zu managen ist daher mehr und mehr zur Aufgabe einer Führungskraft geworden. Die Folgen von negativen Stressbelastungen im Führungsalltag sind vielfältig. Neben einem hohen Energieverlust bis hin zu körperlichen und seelischen Beschwerden, die ein bestimmter Stress auslösen kann, wirkt er auch „ansteckend“. Das heißt eine Führungskraft mit Vorbildfunktion und einem prägenden Einfluss kann diesen ebenso auf die Mitarbeiter übertragen. Ein Manager muss also auf den Erhalt seiner gesunden Leistungsfähigkeit achten, um somit auch für eine leistungsfähige und effiziente Mitarbeiterschaft zu sorgen.

Insbesondere aber hemmt der Stress die Führungskraft darin, ihre Führungsaufgabe erfolgreich wahrzunehmen. Warum ist das so? Was ist Stress und was macht der Stress mit uns?

Stress ist nicht ausschließlich negativ zu sehen. Stress ist vielmehr ein normaler Anpassungsmechanismus und ein lebensnotwendiger Antrieb unseres Körpers und unserer Psyche auf jede an uns gestellte Herausforderung. Stress kann beflügeln oder blockieren. Inwiefern der Stress aber auf uns wirkt,hängt von der Dosis und der Art des Stresses ab.

Dis-Stress blockiert den Zugriff auf zielführende Handlungsoptionen Im Stressmanagement unterscheiden wir zwei Arten von Stress. Der gesunde Eu-Stress beflügelt und motiviert uns, Neues auszuprobieren und kreativ zu führen. Eu-Stress stimuliert zu Höchstleistungen, insbesondere dann, wenn die (berufliche) Herausforderung als angenehm und anregend erlebt wird. Hierbei kann es sich z.B. um ein interessantes Projekt oder eine Auslandsdienstreise handeln. Insgesamt wird Eu-Stress als positiv und belebend erlebt. Dass das so ist, dafür sorgen u.a. auch die bekanntesten Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol, die in individueller, verträglicher Dosis anregend auf unseren Körper und auf die Stressverarbeitung in unserem Gehirn wirken.

Aber auch Eu-Stress kann in ungesunden Dis-Stress umschlagen, nämlich dann, wenn wir Stressfaktoren dauerhaft und nachhaltig ausgesetzt sind. Auch heftiger aktueller Stress, wie z.B. ein Betriebsunfall, eine Fusion, ein heftiges lebensgeschichtliches Ereignis, wie es der Verlust eines Arbeitsplatzes sein kann, ist dem ungesunden Dis-Stress zuzuordnen. Insgesamt wird Dis-Stress als negativ und lähmend erlebt. Er wird als unangenehm, störend und belastend empfunden. Dass wir diesen Stress so empfinden, ist u.a. auch auf die Ausschüttung derselben Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol zurückzuführen. Diese Hormone, die beim Diss-Stress in ungesunder, erhöhter Dosis von der Nebenniere ausgeschüttet und vom Körper oftmals nicht mehr vollständig abgebaut werden, wirken auf diesen und die Stressverarbeitung im Gehirn sabotierend. Vor allem aber, und das ist entscheidend für eine Führungskraft und für die Anwendung von ROMPC®, blockiert Dis-Stress damit den Zugriff auf zielführende Handlungsoptionen und hemmt die optimale Ausschöpfung und Entfaltung unserer Ressourcen.

Das bedeutet, wir haben in einer belastenden Situation nicht mehr die Wahl zu entscheiden, wie wir reagieren. Wir funktionieren vielmehr automatisch, ohne nachzudenken. Individuelle Stressmuster werden aktiviert, was bedeutet, dass man auf Reaktionsmuster zurückgreift, die nahe liegen, die man gewohnt ist. Das Problem dabei ist, dass die Reaktion auf Dis-Stress nicht unbedingt zielführend im Sinne der Aufgabe ist, die gerade bewältigt werden muss.

Anknüpfungspunkte zum Verfahren ROMPC® am Beispiel von Führungsstilen Führen heißt nicht bestimmen, sondern effektiv Einfluss nehmen. Eine Hauptaufgabe einer Führungskraft sollte sein, die Fähigkeit Einfluss zu nehmen – im Sinne des Unternehmens – kontinuierlich zu steigern. Durch den Einsatz unterschiedlichster Führungsstrategien kann genau dieser Einfluss ausgeübt werden.

Einen Ansatzpunkt im Stressmanagement für Führungskräfte im Zusammenhang mit dem Verfahren ROMPC® möchte ich deshalb am Beispiel von Führungsstilen schildern. Dafür skizziere ich kurz im Vorfeld die sechs Führungsstile von Daniel Golemann, die ich in fördernde und fordernde Führungsstile unterteile.

Unter den fördernden Führungsstilen verstehe ich den affiliativen Führungsstil, der auf ein harmonisches Betriebsklima und gute Beziehungen aus ist; den demokratischen Führungsstil, bei dem die Mitbestimmung zählt und das Streben nach Konsens; sowie den coachenden Führungsstil, der unter dem Motto steht „Fehler sind Lern- und Entwicklungschancen“. Zu den fordernden Führungsstilen zählt der autoritative; hier steht die Führungskraft als Visionär, als begeisterndes Vorbild im Vordergrund. Die autoritäre Führungsart ist gekennzeichnet durch hierarchische Anordnungen, und beim leistungsbetonten Führungsstil stehen die Zahlen und Ergebnisorientiertheit im Vordergrund.

Meine These in diesem Zusammenhang ist: „Effektives Stressmanagement erfolgt durch die Wahl des situativ zielführendsten Führungsstils in hohen Belastungssituationen“. Je mehr Führungsstile die Führungskraft in ihrem Repertoire hat, auf die sie - insbesondere in Dis-Stress-Situationen – flexibel zurückgreifen kann, desto besser kann sie ihren Stress als Führungskraft managen.

Um effektives Stressmanagement zu betreiben, sollte die Führungskraft also viele, bestenfalls alle Führungsstile im Repertoire haben. Bei Widerstand gegen einzelne Führungsstile von Seiten der Führungskraft wie: „Das liegt mir nicht, das kann ich nicht“, kann diese innere Widerstands-Blockade mit dem Verfahren ROMPC® gelöst werden. Doch alle oder viele Führungsstile im Repertoire zu haben, reicht nicht aus, mit Stresssituationen erfolgreich umzugehen. Die Führungskraft muss auch in schwierigen Dis-Stress-Situationen in der Lage sein, flexibel zu führen und den situativ zielführendsten Führungsstil auswählen und anwenden können. Evtl. auftretende Handlungsunbeweglichkeiten aus Gründen wie z.B. Angst vor Veränderung, vor Folgen oder aus innerer Unsicherheit, Ungewohntes auszuprobieren, können ebenfalls mit Hilfe von ROMPC® identifiziert und aufgelöst werden.

Wenn Sie sich gedanklich in Ihre Führungsposition/rolle versetzen, fragen Sie sich doch einmal, welcher Führungsstil Ihnen leicht fällt und welcher schwer? Welchen Führungsstil wenden Sie an, welchen selten, welchen gar nicht? Der Führungsstil, der Ihnen schwer fällt, den Sie nur sehr selten oder gar nicht nutzen, bereitet Ihnen Stress. Dieser wird es deshalb nicht unbedingt sein, auf den Sie unter Stress automatisch zugreifen, denn Sie wollen sich ja keinen doppelten Stress antun. Es könnte aber gerade derjenige sein, der gefordert ist, um den Außenstress zielführend zu managen und zu reduzieren. Stattdessen springt der Führungsstil in Ihrem Stressmuster an, der Ihnen leicht fällt und den Sie kennen. Es kann aber sein, dass gerade Ihr bevorzugter Führungsstil nicht gerade der ist, der für die Dis-Stress-Situation förderlich ist, ja er könnte in der Anwendung sogar die Situation noch verschärfen. Stellen Sie sich vor, in den Räumlichkeiten Ihrer Firma brennt es und Ihr Chef lässt erst demokratisch abstimmen, was zu tun ist, anstatt autoritär klare Anweisungen zu geben, wie in der Situation gehandelt wird.

Hierzu ein Beispiel aus der Praxis: Wir befinden uns bei einer Non-Profit-Organisation, einer Sozialeinrichtung. Die dauerhaft gestresste Führungskraft Karl klagt: „Bei uns geht nie richtig was vorwärts. Die geplanten Veränderungen, die Neustrukturierungen sollten schon längst umgesetzt sein. Stattdessen reden und reden wir. Es kommt zu keiner gemeinsamen Entscheidung, irgendein Mitarbeiter hat immer etwas dagegen.“ Der Kuschelfaktor nach dem Motto „Wir haben uns ja alle so lieb und entscheiden alles gemeinsam“ scheint die vorherrschende Kultur in dieser Organisation zu sein. Was glauben Sie, ist der bevorzugte Führungsstil von Karl in dieser Organisation? Karl fällt es leicht, demokratisch und affiliativ zu leiten. Große Schwierigkeiten bereitet Karl dagegen die autoritäre und leistungsbezogene Führung.

Wendet Karl weiterhin seinen gewohnten Führungsstil an, werden wichtige Entscheidungen und Umsetzungen in der Organisation in der Zukunft ausbleiben. Der Außenstress, die Schwierigkeiten in der Einrichtung werden steigen. Gleichzeitig wird auch der innere Stress von Karl zunehmen, der wiederum für größeren Außenstress sorgen kann. Äußerer Stress erzeugt inneren Stress und umgekehrt – und schon dreht sich die Stressspirale, in der Karl mittendrin sitzt. Was ist zu tun?

Ein Stress kommt selten allein – gefangen in zwei Stressschleifen Schauen wir die Stressspirale von Karl im Folgenden genauer an, so lässt sich feststellen, das er gleichzeitig in zwei Stressschleifen gefangen ist. Diese gilt es zu unterbrechen, wobei es dabei zunächst wichtig ist, genau zwischen äußerem und innerem Stress zu differenzieren. Alles, was von außen auf uns eindringt, wie z.B. Ereignisse, Personen oder Aufgaben, bezeichnet man als äußere Stressoren. Denken wir an Karl, so sind das für ihn derzeit die Aufgaben, die anstehenden Veränderungen in seiner Organisation umzusetzen und wieder Bewegung in seine Mitarbeiterschaft zu bringen. Diese äußere Situation nimmt Karl zum Anlass, sich innerlich Stress zu machen. Unter inneren Stressoren verstehen wir unsere Gedanken wie z.B. „Ich schaffe das nicht“ und Gefühle wie z.B. Versagensangst oder Ärger. Gerade die inneren Stressoren können unser Stressniveau in die Höhe treiben. Dabei gibt es viele Arten, sich innerlich Stress zu machen. Bei Karl sind das sein unrealistischer Selbstanspruch: „Ich bin nur ein guter Chef, wenn ich es allen recht mache, ich muss noch mehr an die Einsicht der Mitarbeiter appellieren“; Karls Gruselphantasie, seine schlimmste Befürchtung: „Ich werde den Anforderungen an die Organisation nicht gerecht, bald bricht alles zusammen und wir müssen Konkurs anmelden“, sowie seine negative Grundüberzeugung: „Da kann man ja eigentlich sowieso nichts machen, das ist hier bei uns halt so.“

Diese inneren Stressoren blockieren Karls Zugriff auf seine Ressourcen als Führungskraft. Er ist zu diesem Zeitpunkt nicht in der Lage, auf ein großes Repertoire von Führungsstilen zurückzugreifen oder sich auf den Erwerb eines neuen Führungsstils einzulassen. Gestützt von seiner Grundüberzeugung, dass man an den Zuständen in der Organisation ja sowieso nicht viel ändern kann, lässt es Karl auch lieber beim alten, und führt weiterhin nach vertrauter Manier lieber demokratisch und affiliativ.

Während der Führungskräfteentwicklung wird Karl klar, dass der autoritäre und leistungsbezogene Führungsstil die richtigen Führungsstile wären, um den beruflichen Anforderung in seiner Organisation erfolgreich zu begegnen. Gerade aber diese Art der Führung fällt Karl schwer und verunsichert ihn. Es versetzt Karl in noch größeren Stress, wenn er an deren Anwendung im Führungsalltag denkt, da diese Kompetenz bei Karl völlig untrainiert ist. Er befürchtet zu schwach zu sein, sich nicht durchsetzen zu können und dann als Versager dazustehen. Das Interessante an unserem Beispiel ist, dass Karl sich sozusagen gleichzeitig in zwei Stressschleifen bewegt, die miteinander vernetzt sind. Der Verbindungspunkt, wo sich beide Stressschleifen treffen, ist der vermiedene Führungsstil, der dafür sorgt, dass das eigentliche Problem, der Außenstress, den Karl in seiner Organisation hat, nicht behoben werden kann. Ziel muss es also sein, aus dieser Vermeidung herauszukommen und gerade diese Kompetenz zum Einsatz zu bringen.

Einsatz des Verfahrens ROMPC®

Genau an diesem Punkt kommt die blockadenlösende Wirkung von ROMPC® zur Anwendung, um Karl im Bewusstsein seiner Schwäche so zu entstressen, dass er wieder eine Wahlfreiheit erlangt, auf vorhandene Ressourcen, unterschiedliche Führungsstile zurückzugreifen oder in die Lage versetzt wird, neue Ressourcen wie z.B. den autoritären Führungsstil aufzubauen und zu nutzen.

Ein entscheidendes Wirkprinzip von ROMPC® ist dabei das gleichzeitige Einschalten und Stören des identifizierten Stressors. Um diesen einschalten zu können, müssen wir bezogen auf den vermiedenen Führungsstil einen Trigger (Reiz) finden, der im limbischen Teil unseres Gehirns Amygdala in einen Alarmzustand - in Stress – versetzt. Das kann der vermiedene Führungsstil selbst sein oder z.B. eine damit verbundene Gruselphantasie oder negative Grundüberzeugung. Dann stören wir gleichzeitig durch verschiedene rhythmische Entkoppelungstechniken.

Im Falle von Karl hat sich dieser gedanklich in eine bevorstehende Führungssituation versetzt, in der er autoritär handelte. Während Karl mit seinem Stressor innerlich in Kontakt war, klopften wir rhytmisch auf verschiedene Meridianpunkte, während Karl die positive Affirmation: „Ich weiß, wo es lang geht“ vor sich hin murmelte. Diese Affirmation wurde zuvor im Gespräch mit Karl ermittelt. Nun wurden mit dieser Affirmation beide Stressschleifen adressiert und beide Stressblockaden aufgelöst, die ihn daran hinderten, das zu tun, was er tun konnte und wollte. Karl war jetzt in der Lage, mehr und mehr den autoritären und leistungsbezogenen Führungsstil zu entfalten, sein Repertoire entsprechend zu ergänzen, situativ einzusetzen und den vorhandenen Stress im Führungsalltag effektiv zu managen. Die Probleme in seiner Organisation ging er wieder konstruktiv und mit viel Energie an und meisterte erfolgreich seine Führungsaufgabe.

Die "Entkoppelungssequenz für Manager" mit dem Thema ‚Durchsetzungskraft’ sehen Sie im Anschluss an meine Ausführungen. Auch diese Übung ist für Karl geeignet, seinen Stress so zu reduzieren, dass die gewünschte Handlungsfähigkeit wieder hergestellt werden kann.

Durch den Einsatz von ROMPC® im Stressmanagement für Führungskräfte können also innere Stressblockaden gezielt identifiziert und gelöst werden, so dass die Führungskraft wieder vollen Zugriff auf zielführende Handlungsoptionen erhält und die optimale Entfaltung und Ausschöpfung „alter“ und „neuer“ Ressourcen’ möglich ist.

Anti-Stress Entkoppelungssequenzen für Manager
zu bestimmten Themenbereichen im Führungsalltag

Im Folgenden erhalten Sie eine Anleitung, wie Sie sich selbst in Ihrem Führungsalltag entstressen können. Zu bestimmten Stress-Themen im Bereich der Führungskräfteentwicklung habe ich im Rahmen von ROMPC® spezielle Entkoppelungssequenzen für Manager entwickelt, von denen ich Ihnen hier eine Auswahl vorstellen möchte.

Bei den Themen: Mangelnde oder übersteigerte Durchsetzungskraft, Versagensängste und die Schwierigkeit, Entscheidungen zu treffen, habe ich erstmals Chakren-Arbeit mit der Stress-Entkoppelung vernetzt. Indem wir bei den Übungen die Hand auf den Oberschenkel legen, nehmen wir die Verbindung zu unserem Basis-Chakra auf, das u.a. für Verwurzelung, Urvertrauen, Bodenständigkeit, Durchsetzungskraft und eine klare Positionierung steht.

In dem nachfolgend exemplarisch dargestellten Ablauf wird jeweils die thematische Entkoppelungssequenz hinzugefügt, die gerade Ihrem Stress gerade am meisten entspricht. Schon durch die Anwendung dieser Übungen kann kurzfristig Entspannung erzielt und /oder langfristig das Lösen innerer Blockaden bewirkt werden.

Exemplarischer Ablauf der Stress-Reduzierung/-Lösung

1) Identifikation des Stressors: Bringen Sie das, was Sie stresst, auf einen Begriff
Beispiel: Sie bekommen eine neue Kollegin Namens Marlis. Marlis = Stressor

2) Thematische Anti-Stress Entkoppelungssequenz für Manager auswählen: Vor einer Klopfsequenz vergegenwärtigen Sie sich die Situation, die Sie stresst. Wählen Sie dann die entsprechende thematische Entkoppelungssequenz aus, die im Zusammenhang mit Ihrem identifizierten Stressor steht.
Beispiel: Mit Marlis verschärft sich der Konkurrenzdruck an Ihrem Arbeitsplatz.
Entkoppelungssequenz = Thema "Konkurrenz"

3) Vorbereitung vor jeder Entkoppelungssequenz: Trinken Sie ausreichend Wasser - Folgen Sie mit den Augen einer liegenden Acht - Nehmen Sie zwei tiefe Atemzüge - Reiben Sie drei Mal Ihre neurolympathische Reflexzone (über dem Herz, im Uhrzeigersinn) mit der Affirmation: „Ich akzeptiere mich voll und ganz mit all meine Stärken und Schwächen, auch wenn mir …X (Stressor einsetzen) das Leben schwer macht.“

4) Stressor einschalten: Konzentrieren Sie sich nun gedanklich fortlaufend auf Ihren Stressor und murmeln Sie diesen vor sich hin, während Sie eine der folgenden Entkoppelungssequenzen durchführen.

5) Stressor stören: Führen Sie die von Ihnen vorher ausgewählte thematische Entkoppelungssequenz durch. Thema Konkurrenz (z.B. Konkurrenzdruck) - Klopfen Sie mit einer Hand (zwei Fingern) folgende Punkte: - AB (Augenbraue links/rechts oberhalb der Nasenwurzel) - AW (Augenwinkel) - UA (unter dem Auge) - MF (Mittelfinger, seitlich vom Fingernagel an der Ihrem Körper zugewandten Seite) - AR (unter dem Arm) - SC (Schlüsselbeinpunkt) - Thymus (auf das Brustbein klopfen) und mit einer positiven Affirmation verankern. (Sie wählen dazu einen für Sie entlastenden Begriff, Satz, ein Symbol) - Sie nehmen zwei tiefe Atemzüge

6) Bei starkem Stress klopfen Sie anschließend die andere Seite. Doch vorher: Blinzeln Sie mit den Augen oder folgen Sie mit diesen einer liegenden Acht - Schnipsen Sie mit Ihren Fingern neben Ihren Ohren - Klopfen Sie sich mit überkreuzten Armen auf die Schulter

Weitere thematische Anti-Stress Entkoppelungssequenzen für Manager ...

die ich für eine schnelle und wirksame Stressentkoppelung im Führungsalltag entwickelt habe, zeigen im Speziellen eine sehr umfassende einzusetzende Sequenz zur Stressentkoppelung bei Führungskräften. Ich nenne sie die Universal-Manager-Entkoppelungssequenz, weil sie die Angst zu versagen adressiert, die mit vielen Führungsthemen im Bereich Stressmanagement verbunden ist. Diese Sequenz können Sie daher bei den unterschiedlichsten Stressbelastungen im Führungsalltag, auch zusätzlich zu den anderen Entkoppelungstechniken, einsetzen.

Thema : Angst zu versagen / Schwäche/ Unsicherheit etc.
(Universal – Manager – Entkoppelungssequenz)
Stören: - Eine Hand an den Oberschenkel legen - mit der anderen Hand (zwei Fingern) folgende Punkte klopfen:  AB (Augenbraue links/rechts oberhalb der Nasenwurzel) - AW (Augenwinkel) - UA (Unter dem Auge) - UN (unter der Nase) -  ZF (Zeigefinger, seitlich vom Fingernagel) mit positiver Affirmation: „Ich verzeihe mir, dass ich es mir mit dem …X (Stressor einsetzen.) so schwer gemacht habe, ich hatte keine andere Wahl“ - KF (kleiner Finger) mit positiver Affirmation: „Ich verzeihe all denjenigen, die es mir mit ... X (Stressor einsetzen.) so schwer gemacht haben, sie waren Gefangene ihrer eigenen Geschichte“ -  AR (unter dem Arm) - SC (Schlüsselbeinpunkt) - Thymus (auf das Brustbein klopfen) und mit positiver Affirmation verankern. (Sie wählen dazu einen für Sie entlastenden Begriff, Satz, ein Symbol) - Sie nehmen zwei tiefe Atemzüge
Bei starkem Stress klopfen sie anschließend die andere Seite.
Doch vorher: Blinzeln Sie mit den Augen oder folgen Sie mit diesen einer liegenden Acht - Schnipsen Sie mit Ihren Fingern neben Ihren Ohren - Klopfen Sie sich mit überkreuzten Armen auf die Schulter

Weitere thematische Entkoppelungssequenzen:

Thema Einzelkämpfer
(z.B. Einsamkeit, Glaube, alles alleine machen zu müssen) AB, AW, UA, G9 (Gammutpunkt), AR, SC, Thymus mit positiver Affirmation / entlastender Begriff, Satz, Symbol

Thema Entscheidungen treffen
(z.B. Schwierigkeit, Entscheidungen zu treffen, Ambivalenzen) Eine Hand auf den Oberschenkel legen AB, AW, UA, UN, SC gleichzeitig auf beiden Seiten klopfen, AR, SC Thymus mit positiver Affirmation / entlastender Begriff, Satz, Symbol

Thema Veränderungen
(z.B. Angst vor Veränderungen, Folgen, Stagnation) AB, AW, UA gleichzeitig auf beiden Seiten klopfen, UN, AR, SC Thymus mit positiver Affirmation / entlastender Begriff, Satz, Symbol

Thema Durchsetzungskraft
(z.B. mangelnde oder übersteigerte Durchsetzungskraft, Unsicherheit) Eine Hand auf den Oberschenkel legen AB, AW, UA, UN, Handkantenpunkt Thymus mit positiver Affirmation / entlastender Begriff, Satz, Symbol Im Führungsalltag geht es darum, dass Sie in der Lage sind, Stress effektiv managen und den beruflichen Herausforderungen zugleich entspannt aber auch kraftvoll begegnen können. Stress muss so reduziert bzw. gelöst werden, dass Sie innerhalb kurzer Zeit wieder voll leistungsfähig sind und der optimale Zugriff auf Ihre Ressourcen und zielführenden Handlungsoptionen gegeben ist. Diese Übungen bzw. Entkoppelungssequenzen sollen Sie darin unterstützen.

Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg!