Selbstwirksamkeit und Performance

Die innere Haltung entscheidet

Selbstallergie erkennen und behandeln

Thomas Weil

01.09.2006

Thomas Weil

Worum geht´s? 

Innere Selbstabwertungs- und Selbstentwertungsdialoge können sich verselbständigen und den Charakter von „Allergien gegen mich selbst" annehmen. Therapeuten und Berater, die nicht erkennen, dass der originäre Therapiewunsch des Klienten von diesem selbstallergischen und selbstdestruktiven „Klammervorzeichen" geleitet ist, tragen in bester Absicht dazu bei, mit ihrem professionellen Bemühen der Re-Traumatisierung des Klienten Vorschub zu leisten.

Die Selbstallergie

Zahlreiche Patienten beeinträchtigen ihren Therapie-Erfolg dadurch, dass ...

  • sie sich mit anderen vergleichen,
  • sie sich im Sinne einer destruktiven Selbsthypnose in ihren inneren Dialogen immer wieder selbst beschuldigen, nicht zu genügen,
  • sie jeden Anflug der Wiederkehr ihrer ursprünglichen Symptomatik in Gestalt von Selbstvorwürfen gegen sich verbuchen,
  • sie sich nicht erlauben, anders zu sein als andere.

Dies gilt vor allem für traumatisierte Patienten. Dabei fallen die Vergleiche mit anderen Menschen in der Regel zum eigenen Nachteil aus. Angetrieben von der Hoffnung, endlich einmal so sein zu wollen wie die anderen, wird mitunter versucht, therapeutische Hilfe dafür in Anspruch zu nehmen, die eigene Andersartigkeit zu bekämpfen. Dabei ahnen die Betreffenden nicht, dass sie sich durch den meist von den inneren Eltern-Instanzen übernommen, inneren Anspruch, anders sein zu müssen und sich selbst nicht zu genügen, kontinuierlich re-traumatisieren.Die inneren Selbstabwertungs- und Selbstentwertungsdialoge verselbständigen sich schließlich und nehmen den Charakter von „Allergien gegen mich selbst" an.

Wenn das Selbstallergie-bedingte Unbehagen des Klienten zum Anlass genommen wird, eine lebensgeschichtliche traumatische Szene nach der anderen zu bearbeiten, wird sogar die Illusion genährt, der Klient müsse erst ein anderer werden, ehe er Gesundheit erlangen und Erfüllung in seinem Leben finden kann. In diesem Zusammenhang zeigt auch das ROMPC® nur vorübergende Erfolge - jedenfalls so lange wie die Selbstallergie nicht gesondert behandelt wird.

Der Selbstallergiker braucht die Erlaubnis, anders sein zu dürfen als andere. Gegen diese Erlaubnis setzt er Widerstand frei. Oft haben wir dann schon gehört: „Wollen Sie etwa, dass ich mich damit abfinden soll, dass alles so bleibt, wie es ist ?" Deshalb ist Aufklärung und die Information ein unverzichtbarer Bestandteil der Allergie-Behandlung.

Allergien - gleich welcher Art - zeichnen sich dadurch aus, dass sich die ursprünglich psychogenetische Symptomatik im Laufe der Zeit derart verselbständigt, dass das erfolgreiche therapeutische Durcharbeiten der Ursprungsszenarien in der Regeln keinen nachhaltigen Behandlunsgerfolg bringt. Der Klient weiß zwar jetzt, wie es zu seiner Allergie kam, er hat möglicherweise auch die im Zusammenhang dieser lebensgeschichtlichen Traumatisierung stehenden Blockierungen aufgelöst, aber die allergische Symptomatik besteht weiter fort. Diese Beobachtungen, die für Allergien im allgemeinen gelten, haben auch für die spezifische Allergieform Gültigkeit, die wir „Allergie gegen mich selbst" bzw. “Selbstallergie“ nennen und bei der die Person des Betreffenden gewissermaßen selbst zum sog. Allergen wird.

In diesem Fall haben wir gute Erfahrungen damit gemacht, symptomorientiertes ROMPC® anzuwenden - und zwar nicht nur einmalig und punktuell, sondern kontinuierlich über einen längeren Zeitraum hinweg. Dazu geben wir dem Klienten als „Hausaufgabe“ mit auf den Weg, sich über unsere Behandlung hinausgehend täglich mit der nachfolgenden Behandlungssequenz selbst zu behandeln.

Die Behandlung

Der Behandlungsbedarf wird mit dem Muskeltest validiert:
“Teste und behandle „Ich bin allergisch gegen mich selbst".

Behandlung der Psychologischen Umkehr:
Klient spricht nach (dreifach) „Ich bin allergisch gegen mich selbst" während die Neurolymphatische Reflexzone kontinuierlich gerieben wird.

Allergiebehandlung 1. Teil:
Während der Klient die Worte „allergisch gegen mich selbst" stetig laut nachspricht und wiederholt, wird die Allergiezone der Ohrakupunktur durch wechselndes Kneifen beider Innenseitenn der oberen Ohrmuscheln etwa eine halbe Minute lang stimuliert. Anstelle dieser manuellen Behandlung kann auch ein sog. Beauty-Laser verwendet werden, mit dem die Innenseiten der oberen Ohrmuscheln nachein- ander jeweils 30 Sekunden belichtet werden.

Allergiebehandlung 2. Teil:
Während der Klient die Worte „allergisch gegen mich selbst" stetig laut nachspricht und wiederholt, werden die Augenpunkte der Ohrakupunktur durch wechselndes Kneifen der Mittelpunkte beider Ohrläppchen (Traumapunkte) etwa eine halbe Minute lang stimuliert. Anstelle dieser manuellen Behandlung kann auch ein sog. Beauty-Laser verwendet werden, mit dem die Mittelpunkte beider Ohrläppchen nacheinander jeweils 30 Sekunden belichtet werden.

Mit erneutem Muskeltest der kann der weitere Behandlungsbedarf festgestellt werden.Behandlung ggf. wiederholen.