Selbstwirksamkeit und Performance

Die innere Haltung entscheidet

Den Teufelskreis der Angst unterbrechen

Thomas Weil

11.07.2007

Thomas Weil 

Worum geht´s?

Wenn sich die Gefühle der Angst derart verselbständigen, dass Angstzustände und Panikattacken zur Qual werden und die Lebensqualität nachhaltig gemindert wird, dann kann die Kombination spezifischer Behandlungstechniken des ROMPC® dabei helfen, den Teufelskreis der Angst nachhaltig zu unterbrechen.

Gefühle

Die Fähigkeit, Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken, ist eine der kostbarsten Fähigkeiten, die Menschen zu Menschen macht:Nur wer Freude empfindet, kann genießen und glücklich sein und dieses Glück mit anderen teilen.Nur wer Ärger empfindet, kann seinen Bedürfnissen und Wünschen den gebührenden Nachdruck verleihen und andere, die im Begriff sind, über Grenzen zu gehen, rechtzeitig stoppen.Nur wer Trauer empfindet, kann Trost annehmen und die Vergangenheit hinter sich lassen.Nur wer Schuld empfindet, kann sich für seine Fehler entschuldigen und Verantwortung wahrnehmen.Nur wer Angst empfindet, erkennt Gefahren bei Zeiten und setzt sich nicht blind unnötigen Risiken aus.

Wenn sich Gefühle verselbständigenWenn sich Emotionen allerdings verselbständigen und nicht mehr in einem wirklichen Bezug zur Realität stehen, dann kann es passieren, dass man von seinen Gefühlen geradezu überschwemmt wird. Dann gerät im Gehirn das „limbische System“ in Aufruhr und ist für vernünftige Argumente des klugen „Frontalhirns“ nicht mehr erreichbar. Es fällt schwer einen klaren Gedanken zu fassen. Man ist kopflos. Und wenn dann einer sagt: „Reg dich nicht auf“, dann ist das zwar manchmal gut gemeint, hat aber meist eine gegenteilige Wirkung.

In ähnlicher Weise können sich auch die Gefühle der Angst derart verselbständigen, dass Angstzustände und Panikattacken zur Qual werden und die Lebensqualität nachhaltig mindern.

Unrealistische Ängste

Diese unrealistischen Ängste können sich auf äußere Gegebenheiten und die Zukunft beziehen. Dann fürchtet man stets das Schlimmste. Oder man hat Angst, die Herausforderungen, die es gegenwärtig zu meistern gilt, nicht zu schaffen. Dann ist früher oder später das Selbstvertrauen dahin; man traut sich nichts mehr zu und verliert die Fähigkeit, sein Leben eigenverantwortlich zu gestalten. Durch die soziale Isolation, in die man sich hierbei begibt, gerät man in einen Teufelskreis der Angst, in dem die Angst und die Angst vor der Angst einen zunehmend beherrschen.

ROMPC®

Das integrative Beratungs- und Behandlungsverfahren ROMPC® kann diesen Teufelskreis unterbrechen. Seine „Entkoppelungstechniken“ setzen dort an, wo das „limbische System“ in Aufruhr verharrt. Sie helfen unmittelbar, inneren Abstand von quälenden Ängsten zu finden und wieder zur Ruhe zu kommen. So wird der Kopf wieder frei. Man kann die Wirklichkeit und die eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten wieder realistisch einschätzen und hat wieder Zugriff auf seine Ressourcen. Man ist wieder handlungsfähig und dies schon in aller Regel nach wenigen ROMPC®-Sitzungen. Bei der Behandlung von Angstzuständen und Panikattacken sind prinzipiell alle Methoden des ROMPC® wirkungsvoll. So werden Ängste gelöst durch:

  • Heilsame Beziehungserfahrungen
  • Klopfen ausgewählter Meridianpunkte
  • Induzierte Augenbewegungen
  • Induziertes Blinzeln
  • Atemtherapeutische Interventionen
  • Hypnotherapeutische Affirmationstechniken
  • Einbeziehung körpereigener Entkoppelungstechniken

Als besonders hilfreich für Angstzustände und Panikattacken haben sich jedoch folgende Behandlungsmethoden erwiesen:

Beziehungsgestaltung

Wer in unrealistischen Angstzuständen verharrt, kann sich nicht selbst beruhigen. Die Unfähigkeit, sich selbst sagen zu können “Es wird alles wieder gut“ macht deutlich, dass das „Beziehungsbedürfnis nach Sicherheit“ (siehe Erskine und Trautmann) von der Außenwelt derart frustriert oder traumatisch missachtet wurde, dass die Person über keinen angemessenen inneren „Selbstberuhigungs-Puffer“ verfügt, mit dem sie das, was sie aktuell stresst, hätte abfedern können. “Wir sind durch Beziehung krank geworden und werden nur durch Beziehung gesund“ heißt deshalb hier: Die antithetische Beziehungsgestaltung durch die Fachperson ist gefragt. Eine Art der Beziehung, ...

  • in der sich der Klient sicher fühlen kann,
  • in der der leere Selbstberuhigungs-Puffer allmählich wieder gefüllt wird und
  • die durch ihr sicherheits-stiftendes Verhalten die sozialen Umgebungsbedingungen schafft, die dafür erforderlich sind, dass – neurobiologisch betrachtet – Alternativen vom Klienten überhaupt erst gelernt werden können.

Identifikation der „galoppierenden Gruselfantasien“

Angstzustände und Panikattacken sind in der Regel von galoppierenden Gruselfantasien begeleitet. Wenn wir als Fachpersonen die schlimmsten Befürchtungen unserer Klienten im Interview herausarbeiten und auf den Punkt bringen, ist dies zum einen ein möglicher Ansatzpunkt für die Entkoppelungstechniken des ROMPC®. Zum anderen erhalten wir als Professionals wertvolle Informationen darüber, welche Verletzungserfahrungen die Grundlage der Angst-Symptomatik unserer Klienten bilden. Denn: “Gruselfantasien sind die Projektionen erlittener Verletzungen der Vergangenheit in die Zukunft.“ Das heißt: “Erzähle mir, was du am meisten fürchtest; und ich weiß, was man dir angetan hat.“ Wenn wir als Fachpersonen dem traumatischen Ursprungsszenario auf die Spur kommen, haben wir weitere Ansatzpunkte für die Entkoppelungstechniken des ROMPC®.

Vertikales und horizontales ROMPC®

Bei der Auswahl geeigneter ROMPC®-Behandlungstechniken ist zu beachten, ob der Klient vor dem Hintergrund seiner aktuellen Symptomatik über ausreichende seelische Stabilität verfügt, um in das historische „Wurzelwerk“ seiner Verletzungserfahrungen vorzudringen oder nicht: Aufdeckendes Arbeiten ist grundsätzlich nur dann angesagt, wenn die aktuelle Verfassung des Klienten dies zulässt. Andernfalls ist stützenden und stabilisierenden Maßnahmen – jedenfalls zunächst – behandlungstechnisch der Vorrang zu geben. Dies ist gerade bei Angststörungen von großer Bedeutung.

Das sog. „vertikale ROMPC®“ hat eher aufdeckenden Charakter und fragt nach den Ursprüngen der Angstsymptomatik. Es kommt den Wurzeln der Störung durch die spezifische ROMPC®-Fragetechnik und mit Hilfe des kinesiologischen Muskeltests rasch auf die Spur. Dabei wird nach traumatischen Verletzungen gesucht, die die störende Symptomatik des Klienten „nähren“. Und zwar nach traumatischen Verletzungen der folgenden Bereiche:

  • eigene aktuelle Verletzungen und / oder Traumatisierungen,
  • eigene lebensgeschichtliche Verletzungen und / oder Traumatisierungen,
  • fremde übernommene Verletzungen und / oder Traumatisierungen

Die ermittelten Ursprungskonflikte dienen dann als Ansatzpunkt für die Entkoppelungstechniken des ROMPC®.

Anders das sog. „horizontale ROMPC®“: Die Leitfrage dieses Behandlungsansatzes ist nicht “Woher kommt deine Angst?“; sondern es wird danach gefragt „Wie und auf welche Weise machst du dir Angst?“. Im Focus der Betrachtung steht also die „destruktive Selbsthypnose“ des Klienten, die auditiv in Gestalt eines inneren Selbstabwertungsdialogs (einschränkende Grundüberzeugungen, unrealistische Selbstansprüche) oder visuell in Gestalt der bevorzugten inneren Gruselfantasien erfolgen kann oder in einer Kombination von beidem.

Diese destruktive Selbsthypnose gilt es zu unterbrechen, um dem Klienten zu seiner verloren gegangenen seelischen Stabilität zu verhelfen. Dazu sind die Behandlungstechniken des horizontalen ROMPC® in vorzüglicher Weise geeignet: 

Phonetisches Entkoppeln

Das phonetische Entkoppeln achtet auf die Sätze und Worte der inneren Dialoge unabhängig von deren inhaltlicher Bedeutung und betrachtet diese als „phonetische Trigger“. Das heißt: Reize, die eine Alarmreaktion innerhalb des limbischen Systems auslösen. Diese Sätze und Worte können Persönlichkeits-destabilisierend wirken.

Wenn die Sätze in ihren Wortbestand bzw. wenn die spezifischen Reizworte in ihre phonetischen Partikel zerlegt werden und den einzelnen Worten und ihren phonetischen Einzelkomponenten mit den Entkoppelungstechniken des ROMPC® die destruktive Ladung entzogen wird, dann wird das limbische System gegenüber diesen Triggern „immun“. Die destruktive Selbsthypnose ist unterbrochen.

Film-zu-Dia-Technik

Bei der Film-zu-Dia-Technik werden die inneren Gruselfantasien aus sicherer Entfernung wie ein Video betrachtet. Anschließend wird der „Film“ in eine Abfolge einzelner Dias zerlegt. Jedes Dia erhält einen eigenen Titel und wird anschließend mit den ROMPC®-Entkoppelungstechniken behandelt. Nach erfolgreicher Behandlung der Dias kann das innere Video vom Klienten in akzeptabler Distanz betrachtet werden, ohne dass es zu nennenswerten emotionale Reaktionen kommt.

Impressives und expressives ROMPC®

Beziehung ist keine Einbahnstraße: Wir sind darauf angewiesen, gesehen, geachtet, gewertschätzt zu werden und manchmal auch darauf, dass andere von sich aus einen Schritt auf uns zu gehen und uns ansprechen. Wenn diese Angebote ausbleiben oder unakzeptabel sind, dann haben die „Impressionen“, die diese Beziehungserfahrungen hinterlassen, für uns Verletzungs- und / oder Traumatisierungscharakter. Wir werden uns schützen, indem wir andere nicht mehr an uns heran lassen oder von anderen nichts mehr erwarten.

In diesen Fällen führen die Behandlungstechniken des „impressiven ROMPC®“ weiter, die auf dem Wege der sog. Klopfakupunktur (tapping auf Meridianpunkte) einen leibhaftig spürbaren "Eindruck" bzw. eine alternative Impression hinterlassen. Dadurch werden unter der ROMPC®-Behandlung zugleich wertvolle korrektive Beziehungserfahrungen ermöglicht: Die Angst, etwas anzunehmen, weicht.

Umgekehrt treten wir auch von uns aus, das heißt pro-aktiv mit der Außenwelt in Beziehung und erwarten angemessene Reaktionen auf unsere transaktionalen Stimuli, die wir senden. Wenn diese Reaktionen ausbleiben oder unakzeptabel sind, dann werden die „Expressionen“ unserer selbst in einer Weise beantwortet, die wir als verletzend und / oder traumatisierend erleben. Wir werden uns dadurch zu schützen lernen, dass wir uns künftig zurücknehmen und unser pro-aktives Engagement eher einstellen.

In diesen Fällen sind die Behandlungstechniken des „expressiven ROMPC®“ angesagt - wie Entkoppeln durch die angeleitete Veränderung des Atem-Rhythmus (induziertes Atmen mit Focus auf dem Ausatmen und dabei Töne machen), Bubbling und das wiederholende Rezitieren von heilsamen Affirmationen, während entsprechende Entkoppelungsreize gesetzt werden.

Expressives ROMPC® vermittelt die leibhaftig spürbare Alternativ-Erfahrung von lebendigem Selbstausdruck und pro-aktivem Handeln in einem Schutz und Halt stiftenden Ambiente. Dadurch werden unter der ROMPC®-Behandlung ebenfalls wertvolle korrektive Beziehungserfahrungen ausgelöst: Die Angst, sich zu zeigen, lässt nach.