Selbstwirksamkeit und Performance

Die innere Haltung entscheidet

ROMPC® - Wie geht denn das?

Thomas Weil

12.08.2007

Thomas Weil

Worum geht´s? 

Auch wenn kein Behandlungsverlauf dem anderen gleicht, gibt es einige spezifische Merkmale, die für eine ROMPC®-Behandlung charakteristisch sind. Dieser Artikel zeigt, was Klienten erwartet, wenn sie sich in eine ROMPC®-Behandlung begeben.

Das Beschwerdebild

Immer wieder werde ich gefragt, was das Spezifische einer ROMPC®-Behandlung sei und wie man sich eine ROMPC®-Behandlung vorzustellen habe.

Sicher gleicht kein Behandlungsverlauf dem anderen. Dennoch können Sie in der Regel davon ausgehen, dass Sie Ihr ROMPC®-Behandler am Anfang der Behandlung darum bitten wird, dass Sie ihm Ihre Beschwerden so konkret wie möglich schildern. Dabei wird er darauf achten, welche negativen Gedanken und inneren Einstellungen mit diesen Beschwerden einhergehen, unter welchen unangenehmen Gefühle Sie leiden und welche Verspannungsbereiche innerhalb Ihres Körpers betroffen sind.

Fragen nach Ihrer gegenwärtigen privaten und beruflichen Lebenssituation spielen in diesem Zusammenhang auch eine wichtige Rolle. Ebenso wird Ihr Behandler von Ihnen wissen wollen, wie Sie sich selbst das Auftreten Ihrer Beschwerden erklären und welchen persönlichen „Reim“ Sie sich darauf machen, dass es Ihnen gegenwärtig nicht so gut geht, wie Sie sich wünschen. Sinn dieser Eingangsbefragung ist, sich ein genaues von Ihrem Beschwerdebild zu machen und die geeigneten Ansatzpunkte für die ROMPC®-Behandlung zu finden. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass viele Menschen – insbesondere die, die glauben immer alles alleine machen zu müssen – schon dadurch, dass sie sich einem anderen Menschen mitteilen und dabei ernsthaftes und wohl gemeintes Interesse stoßen, heilsame Effekte im Blick auf ihre Belastungen erfahren.

Wie Sie sich selbst im Wege stehen

Ihr ROMPC®-Behandler wird Sie auch sicher auch danach fragen, was Sie bereits selbst unternommen haben, um Ihren inneren und äußeren Stress zu reduzieren und welchen Erfolg oder Misserfolg Sie mit den von Ihnen ergriffenen Maßnahmen hatten. Dabei wird er darauf achten, mit welchen unbewussten Verhinderungsstrategien Sie sich möglicherweise selbst im Wege stehen, ohne dies wirklich zu wollen. Die Kenntnis dieser Mechanismen ist Voraussetzung dafür, später zusammen mit Ihnen alternative Handlungsstrategien zu entwickeln, die Ihnen die Gestaltung Ihrer konkreten Lebenszusammenhänge erleichtern können.

Sie werden von Ihrem ROMPC®-Behandler möglicherweise auch danach gefragt, welchen charakteristischen Verlauf die inneren Selbstgespräche haben, die Sie mit sich führen – jedenfalls dann, wenn Sie unter den genannten Beschwerden leiden. Er wird dabei darauf achten, ob bzw. inwieweit Sie sich selbst mit unrealistischen Selbstansprüchen quälen – zum Beispiel Ansprüchen, immer perfekt sein zu müssen, niemals Schwäche zu zeigen, es sich nie leicht machen zu dürfen, sich keine Pause zu gönnen und es jedem recht machen. Da man diesen Ansprüchen nie genügen kann, sind innerliches Scheitern und damit verbundene Ängste vorprogrammiert. Diesen unrealistischen Selbstansprüchen kann mit den sog. „Entkoppelungstechniken“ des ROMPC® die Energie entzogen werden.

Eine andere Art, sich das Leben schwer zu machen und innere Ängste zu eskalieren, sind die galoppierenden „Gruselfantasien“. Wenn wir uns unseren Gruselfantasien überlassen, ist das vergleichbar dem Betrachten eines Horrorfilms, der Sie in Schrecken und Panik versetzt. Möglicherweise haben Sie einige solcher „Grusel-Videos“ im Schrak, die Sie sich immer wieder anschauen. Grusel-Videos von unangenehmen Erinnerungen aus der Vergangenheit oder Grusel-Videos, mit denen Sie sich Befürchtungs-Szenarios vor Augen führen, die sich auf mögliche oder unmögliche zukünftige Ereignisse beziehen.

Ein ROMPC®-Behandler wird Sie nach Ihren Gruselfantasien fragen. Er wird mit Ihnen aus einer gewissen Distanz, den gruseligsten Höhepunkt Ihres „Horror-Videos“ betrachten, Ihren Gruselfilm in einzelne Dias zerlegen und die einzelnen Dias, die Ihr limbisches System in Alarm versetzen, nach und nach mit den Entkopplungstechniken des ROMPC® behandeln – jedenfalls so lange, bis das Betrachten der einzelnen Dias und schließlich des ganzen Films bei Ihnen keinen nennenswerte Stress- oder Angst-Reaktionen mehr auslöst.

Den Ursprüngen des Problems auf der Spur Im Rahmen einer ROMPC®-Behandlung ist es natürlich auch eine entscheidende Frage, seit wann Sie unter den genannten Beschwerden leiden und in welchen Lebenszusammenhängen sie erstmals aufgetreten sind.

Die Ursprünge Ihres Beschwerdebildes können ganz frisch sein: Sie wurzeln dann möglicherweise in einer der aktuellen privaten oder beruflichen Krisensituation, in der Sie sich derzeit befinden.

Die Ursprünge Ihres Beschwerdebildes können auch weit zurück liegen: zum Beispiel in kleineren oder größeren seelischen Verletzungen oder Traumatisierungen, die Sie lange zuvor – möglicherweise in Ihrer Kindheit erlitten haben und von denen sich Ihr limbisches System bis heute noch nicht erholt hat.

Und schließlich können die Ursprünge Ihres Beschwerdebildes natürlich auch fremder Natur sein: Wenn Sie sich das Leid anderer Menschen, die Ihnen nahe standen zu Herzen genommen haben, dass Ihre Psyche so reagierte, als ob es eine selbst erfahrene Belastung gewesen sei, dann sprechen wir im ROMPC® von den sog. „fremden übernommenen Traumatisierungen“, die eine maßgebliche Wurzel Ihres gegenwärtigen Beschwerdebildes sein können.

Den historischen Ursprüngen Ihrer Symptomatik auf die Spur zu kommen, ist für ein tieferes Verständnis Ihrer Lebensgeschichte wichtig. Es kann Ihnen helfen, in einen inneren Versöhnungsprozess mit sich und der eigenen Geschichte einzutreten und steigert – gerade bei Ängsten und Angstzuständen - Ihr Selbstbewertgefühl und Selbstbewusstsein. Es hilft allerdings auch dem ROMPC®-Behandler, weitere Ansatzpunkte für die Entkoppelungstechniken des ROMPC® zu finden, die Sie dabei unterstützen werden, inneren Abstand von dem belastenden Material der Vergangenheit zu finden und sich mit all Ihrer Lebensenergie den Herausforderungen der Gegenwart zuzuwenden.

Die Behandlung

Nachdem Ihr ROMPC®-Behandler im Gespräch mit Ihnen die wesentlichen Ansatzpunkte für die ROMPC®-Behandlung ermittelt und seine Hypothesen möglicherweise mit Hilfe des kinesiologischen Muskeltests an Ihnen überprüft hat, wird er Sie bitten, sich auf eines der ermittelten Stress-Themen zu konzentrieren und Sie mit den bereits mehrfach erwähnten „Entkoppelungstechniken“ des ROMPC® behandeln.

Diese Entkoppelungstechniken sind rhythmische Interventionen, zu denen Ihr ROMPC®-Behandler Sie veranlasst bzw. die er an Ihnen vornimmt. Üblicherweise handelt es sich dabei um das rhythmische Klopfen auf ausgewählte Akupunktur- oder Meridianpunkte, wie Sie bereits seit geraumer Zeit aus der Traditionellen Chinesischen Medizin bekannt sind. Bei den angewandten Entkoppelungstechniken kann es sich jedoch auch um Techniken handeln, die Ihren Atemrhythmus verändern oder um angeleitete rhythmische Rechts-Links-Bewegungen Ihrer Augen, die die Augenbewegungen der nächtlichen Tiefschafphasen nachahmen u.v.m.

Wir wissen heute, dass Rhythmus, in unserem Gehirn die Ausschüttung von Oytocin freisetzt. Dieses Hormon kann als Gegenspieler der Stresshormone Adrenalin und Cortisol verstanden werden. Seine Ausschüttung sorgt dafür, die stress- und traumabedingt blockierten Datenverarbeitungsprozesse im limbischen Teil des Gehirns, dem Ort unserer emotionalen Intelligenz, wieder in Gang zu bringen. Die innere Anspannung weicht, unrealistische Ängste gehen zurück, und es gelingt Ihnen, emotionalen Abstand von dem zu gewinnen, was Sie – mitunter schon lange – belastet. Und zwar sofort und unmittelbar.

Meistens sind mehrere Behandlungssequenzen innerhalb einer oder mehrerer Behandlungssitzungen erforderlich, um die zuvor ermittelten Stress-Themen der Reihe nach so zu bearbeiten, dass ein nachhaltiger Behandlungserfolg erzielt wird.

Diese Nachhaltigkeit können Sie dadurch fördern, dass Sie im Sinne der Selbstbehandlung, geeignete Entkoppelungs-Sequenzen auch zuhause selbst durchführen. Dazu wird Ihnen Ihr ROMPC®-Behandler eine „maßgeschneiderte“ Klopf- oder Behandlungs-Sequenz mit auf den Weg geben.