Selbstwirksamkeit und Performance

Die innere Haltung entscheidet

ROMPC® in der Palliativpflege

Thomas Griebenow

15.03.2008

Thomas Griebenow

Worum geht´s?

In der Pflege von sterbenden Patienten kann immer wieder beobachtet werden, dass der / die Sterbende sich nicht verabschieden und deshalb nicht gehen kann und dass Angehörige unfähig sind den finalen Ausgang seines / ihres Schicksals anzunehmen und loszulassen. Dann kann der Sterbe- und Abschiedsprozess für alle Beteiligten zu unerträglicher zusätzlicher Qual führen. ROMPC® in der Palliativpflege kann diese Qual reduzieren und dazu beitragen, diesen Prozess würdig und in Frieden zu gestalten.

Meine Erfahrung als Krankenpfleger 

Als Krankenpfleger arbeite ich auf einer Palliativstation eines großen Krankenhauses. Ein Nahziel dieser Station ist es, den Patienten trotz einer unheilbaren Krankheit, oft aus dem onkologischen Bereich, ein noch angenehmes und schmerzfreies Leben in einer häuslichen Umgebung zu ermöglichen. Das Fernziel ist, die Patienten in einem noch lebenswerten Zustand in eine häusliche Pflege oder ein Hospiz überzuleiten. Das Sterben ist auf dieser Station auch ein wichtiges Thema und findet durch die Gestaltung und Einrichtung der Station würdevoll begleitend, auch durch die Einbeziehung der Angehörigen, statt.

Eine 45jährige Patientin lag bei uns auf der Station im Sterben. Die Familie war durch den langen Prozess einer unheilbaren, onkologischen Erkrankung auf den Tod eingestellt und blieb diese Tage immer in der Nähe der Patientin. Inzwischen zog sich der präfinale Zustand über eine Woche hin und es waren immer noch Unruhezustände zu beobachten. Da Schmerzmittel, auch in höheren Dosierungen, keine Verbesserung brachten, konnte man eher davon ausgehen, dass die Patientin versuchte noch irgendetwas mitteilen zu wollten oder auf etwas besonderes wartete.

Die Familie hatte in diesen Tagen immer wieder der Patientin signalisiert, dass sie den Tod annehmen wollten und sie sich nun nicht länger quälen sollte. Durch die noch recht gute Gesamtkonstitution der Sterbenden hätte es sich noch lange so hinziehen können. Dem Ehemann merkte man inzwischen deutlich seine Anstrengung an, seine Trauer zu verarbeiten und die Verzweifelung seine Frau nicht zu erreichen. Er wünschte sich für seine Frau einen humanen und schnellen Tod.

Mit seinem Einverständinis habe ich an der Sterbenden eine ROMPC®-Behandlung durchgeführt. Dazu habe ich einen Satz aufgenommen, den der Mann ihr zuvor zugesprochen hat, sich zu lösen. Alle Verwandten habe ich bei der Behandlung bewusst im Raum verbleiben lassen.

Nach wenigen Minuten trat eine deutliche Entspannung ein. Nach etwa zwei Stunden ist die Patientin friedlich verstorben und die Angehörigen konnten das auch ruhig zulassen.

Besonders war die übertragende Wirkung des ROMPC® an den Eltern sichtbar, da sie an diesem Tag ständig Selbstvorwürfe über das eigene Überleben äußerten. Diese Sätze haben ich in den letzen Stunden nicht mehr gehört und auch sie wirkten entspannter.