Selbstwirksamkeit und Performance

Die innere Haltung entscheidet

ROMPC®-Traumapädagogik: Neue Wege für pädagogische Fachkräfte

Ute Lörcher

10.11.2012

Ute Lörcher

Die 14jährige Miriam lebt mit ihrer Mutter seit kurzem in einem Frauenhaus. Sie neigt zu aggressiven Durchbrüchen, vor allem wenn ihre Mutter etwas von ihr fordert oder wenn sie beobachtet, dass andere Mütter mit ihren Kindern schimpfen. Wenn sie eskaliert, zerstört sie schlimmstenfalls die Zimmereinrichtung.

Aufgrund der Gespräche mit den Frauenhausmitarbeiterinnen kann sie inzwischen Bescheid sagen, bevor sie ihre Wut in Taten umsetzt, die sie selbst sonst nicht mehr kontrollieren kann. Eine Mitarbeiterin kümmert sich dann um sie, indem sie z.B. mit ihr die Treppen im Haus herauf– und herunterläuft, und ihr dann immer wieder den Auslöser für den hohen, scheinbar nicht anders zu bewältigenden Stress zuruft (z.B. „Katjas Mutter, Katjas Mutter…“) und Miriam diesen immer wieder lautstark zurückruft.
Im Haus wissen alle, dass dieses Verhalten dem Stressabbau dient und Eskaltionen verhindert, so dass niemand es besonders befremdlich findet.

Die Mitarbeiterin ist eine ausgebildete ROMPC®-Fachkraft, die gelernt hat, Stressoren in ihrer Umgebung schnell wahrzunehmen und spontan einzugreifen, um Situationen zu beruhigen und Eskalationen zu verhindern.

Traumapädagogik hat sich in den letzten Jahren als neue, eigene Fachdisziplin entwickelt und etabliert.

Traumapädagogische Konzepte werden benötigt, wenn das Arbeitssetting und die Lebenswelt der Betroffenen sich überschneiden, also z.B. in Kinderheimen, Wohngruppen, Frauenhäusern, aber auch in der sozialpädagogischen Familienhilfe.

ROMPC®- ist ein integratives und innovatives Verfahren, das auf den neuesten Erkenntnissen der Hirn- und Traumaforschung beruht und der Stress- und Traumabewältigung dient. Eingebettet in einen beziehungsorientierten Ansatz, können:

In der ROMPC® Traumapädagogik werden die oben beschriebenen Inhalte verbunden. ROMPC® TraumapädagogInnen verfügen über entsprechendes KnowHow in folgenden Themenbereichen:

  • „Was ist Trauma?“
  • Traumapädagogik im Arbeitssetting
  • Bindungspädagogische Arbeit
  • ROMPC® für Kinder und Jugendliche
  • Möglichkeiten der Selbstregulation
  • Umgang mit primären und sekundären Traumatisierungen

In der Regel handelt es sich dabei um Fachkräfte in pädagogischen, psychosozialen, medizinischen, pflegerischen, geburtshelfenden, seelsorgerischen und anderen helfenden Berufen mit Berufserfahrung bzw. Praxisbezug, die mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen bzw. mit traumatisierten erwachsenen Menschen in deren Lebens- bzw. Arbeitswelt unmittelbar arbeiten.

Ansprechpartnerin
für den Ausbildungsgang
ROMPC® Traumapädagogik
Ute Lörcher Beratung